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Kommentar

Kommentar

An dieser Stelle kommentiert Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstands der Weberbank, das finanzmarktpolitische Geschehen.

Kommentare 2017

Oktober 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Ein gutes Ziel kennt viele Wege

 
Wie Sie vielleicht wissen, liebe Leserin, lieber Leser, bietet unser Haus seine Expertise nicht nur Privatkunden an, sondern auch institutionellen Anlegern. Ich freue mich daher sehr, dass über 250 Stiftungen und weitere Einrichtungen wie Versorgungswerke, Pensionskassen, kirchliche Anleger, Vereine und Verbände uns für ihr Vermögen das Vertrauen schenken. Aber warum ist das eigentlich eine Bemerkung wert? Wieso hat die Weberbank für diese Kunden eine eigene Abteilung? Wenn es um Vermögenserhalt und –mehrung geht, müssten doch die gleichen Regeln gelten…

Juni 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Berlin kommt

 
Dass ich eine positive Haltung zu unserer Heimatstadt habe, wird mir wohl jeder nachsehen. Es macht einfach Spaß, in einer Region zu leben und zu arbeiten, die sich positiv entwickelt. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich den Konjunkturausblick der hiesigen Investitionsbank für Berlin lese: 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum werden für dieses Jahr erwartet, für Deutschland gesamt sind es nur 1,5 Prozent. 60.000 neue Arbeitsplätze können 2017 hier entstehen. Eine der herausragenden Branchen sei das Bauwesen. Ich finde, das macht den einen oder anderen Stau erträglich. Es tut sich halt etwas!

März 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Auf der Renditespur

 
Dass Geld allein nicht glücklich macht, wissen wir schon lange. Wessen man zusätzlich bedarf, darüber kann man philosophieren. Der US-Schauspieler Danny Kaye lieferte eine etwas materialistische Begründung: „Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.“ Als Banker muss ich ihm hier natürlich im Grundsatz beipflichten. Vermögen zu bewahren und zu vermehren gelingt zukünftig nur mit einer ausgewogenen Struktur von liquiden Wertpapieren und eher weniger liquiden Substanzwerten. Meine Präferenz gehört dabei aktuell der Aktie, obwohl das politische Umfeld durchaus Störpotenzial aufweist.

Kommentare 2016

Oktober 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Warum Zinsen niedrig bleiben und Aktien steigen werden

 
Das vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. So lautet sinngemäß Artikel 127 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union. „Vorrangig“ – ein interessanter Terminus, der zu weiteren Tätigkeiten einlädt. Und so heißt es dort auch weiter: „Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt die EZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union.“ Angesichts einer kaum nennenswerten Inflation ist die Neben- längst Hauptaufgabe geworden. Die Preisstabilität – wir erinnern uns: das vorrangige Ziel – wird zur Manövriermasse erklärt nach dem Motto: Drücken wir mal ein Auge zu, „Preisstabilität“ ist relativ. Honi soit qui mal y pense.

Juni 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Wer ist hier cool?

 
Berlin hat Konjunktur – buchstäblich. Waren wir jahre- und jahrzehntelang gewohnt, uns als verlängerte Werkbank, Subventionsmoloch oder Baufilzmetropole verspotten zu lassen, sind die Defätisten und Berlin-Neider inzwischen weitaus kleinlauter geworden. Ihnen bleibt zwar der BER, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass wir anders als früher kaum noch Meldungen über „Abbau“, „Rückgang“ oder „Transfer“ lesen. Die Stadt holt im Bundesländervergleich auf vielen Gebieten auf.

März 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Reden wir über Unsicherheit

 
„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Diese Maxime des Sokrates wünschte man einigen Talkshow-Dampfplauderern ins Stammbuch geschrieben. Denn sie ermahnt zu Erkenntnissuche vor einer Entscheidung und zu Demut bei der Meinungsäußerung. Vielleicht aber wollte uns der griechische Philosoph auch darauf hinweisen, dass man viele Entscheidungen gezwungenermaßen in Unsicherheit treffen muss, was im Übrigen jeder Unternehmer bestätigen wird. Warum sonst spräche man vom unternehmerischen Risiko? Dem Risiko etwa, vorschnell zu urteilen.

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