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Kommentar

Kommentar

An dieser Stelle kommentiert Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstands der Weberbank, das finanzmarktpolitische Geschehen.

Kommentare 2021

Juni 2021 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Wer es hat, und wer es braucht

 
Kapitalallokation! Das ist das Zauberwort einer erfolgreichen Volkswirtschaft. Jede Studentin, jeder Student der Wirtschaftswissenschaften lernt das im ersten Semester: Bevor ein beliebiges Unternehmen Erlöse erzielen kann, bedarf es der Finanzierung – eigen oder fremd. Es dreht sich alles um die Frage, ob, wie und wie schnell Kapital von denen, die es haben, zu denen gelangt, die es brauchen. Wie es also dorthin kommt, wo es für Innovationen sorgt, wo es Arbeitsplätze schafft, wo mithin unternehmerischer Erfolg generiert wird, der Prosperität bewirkt (und am Ende vielleicht auch den Verantwortlichen aus der Politik die Wiederwahl beschert).

März 2021 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Silberstreif am Horizont

 
Vor zweieinhalb Jahren spottete ich an dieser Stelle über Luftschlösser in der Berliner Wirtschaftspolitik: „Tesla, Harley-Davidson, gern auch geheimnisvolle chinesische Investoren – alle seien auf der Suche nach Standorten in Europa … Warum so bescheiden? Warum nicht gleich die Zentralen von Apple, Coca-Cola und Pfizer?“ Wie wir alle wissen, muss ich zumindest in Bezug auf Tesla Abbitte leisten – was ich nur zu gern tue: Chapeau, Herr Minister Steinbach. Zwar baut Tesla in Grünheide, Elon Musk spricht aber von „Giga Berlin“. Ein echter Gewinn für die Stadt und das Umland. Denn zu den Fachkräften, die allein Tesla anzieht, kommen jene, die bei Zulieferern anheuern werden. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich einen Schub für die Branchen Fahrzeugtechnik, Batterieproduktion und die verwandten Bereiche in unserer Region vorzustellen. Auch deutschlandweit sollte die neue Konkurrenz im Mutterland des Automobilbaus beflügeln. Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr darüber.

Kommentare 2020

Oktober 2020 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Was niemals langweilig wird

 
Vielleicht erinnern Sie sich an die Fernsehwerbung, liebe Leserin, lieber Leser, in der die Angestellten einer Versicherung ein gutes Testergebnis ihres Arbeitgebers mit Blick auf die bereits vollständig mit Urkunden zugehängte Bürowand gelangweilt abtun. Es war eh kein Platz zum Aufhängen mehr da – ein Luxusproblem … So ein Luxusproblem habe ich auch, und ich will mich nicht darüber beklagen – im Gegenteil. Seit einigen Jahren schon berichten wir auf unserer Website oder in der Werbung immer mal wieder von Tests unserer Beratungsqualität und daraus folgenden Siegeln oder Auszeichnungen. Unsere Beraterinnen und Berater sind zu Recht jedes Mal stolz auf solch ein gutes Ergebnis. Immerhin arbeiten wir in einer Dienstleistungsbranche, in der es kein „Produkt“ gibt, dessen Qualität jedem ins Auge springt. Es sind die Beraterinnen und Berater, die unseren Service für Sie geradezu verkörpern, und Sie erleben dies in jedem Gespräch. Für uns als Ihre Vermögensmanager kommt verschärfend hinzu, dass wir uns mit Ihren Investments einer höchst komplexen und vor allem extrem vertrauensintensiven Thematik widmen. Eine kompetente, vertrauensvolle Beratung, die höchsten Standards folgt, wollen wir Ihnen bieten, und dies erwarten Sie umgekehrt von uns. Da ist es vielleicht für beide Seiten ganz angenehm, das täglich Erlebte von kompetenter Stelle bestätigt zu sehen.

März 2020 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Hoch, höher, am höchsten.

 
„Buy low, sell high!“ In der an Binsenweisheiten reichen Börsenwelt ist diese wohl die nächstliegende. Aber der Teufel steckt im Detail. Nur im Nachhinein weiß man, wann ein „High“ das Signal zum Verkauf gewesen wäre. Blickt man auf den Kurszettel, sagt einem niemand, ob dem einen „High“ womöglich ein weiteres folgt … „Von Gewinnmitnahmen ist noch niemand ärmer geworden!“ Noch so ein Spruch. Ebenfalls von bestechender Logik. Unsere Beraterinnen und Berater werden sich gern mit Ihnen über Depotwerte unterhalten, die gut gelaufen sind. Unsere Vermögensverwaltung tut dies jeden Tag. Sie alle wissen eines: Dem Verkauf folgt der nächste Kauf. Schließlich gilt es, die frei gewordene Liquidität wieder anzulegen. Eine Kreuzfahrt, ein neues Auto, eine Luxusuhr? Kommt vor, und wir freuen uns für Sie – aber meistens geht es um die Wiederanlage.

Kommentare 2019

Oktober 2019 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Vier gewinnt

 
Wenn es um die Geldanlage geht, lernen Bank-Azubis mit als Erstes das „magische Dreieck“ kennen, also die Herausforderung, bei den Wünschen und Zielen der Kundinnen und Kunden das jeweils passende Verhältnis von Rendite, Risiko und Liquidität zu erreichen. Zumindest im Geschäft mit institutionellen Kunden, insbesondere Stiftungen, ist daraus längst ein Viereck geworden: Hinzugekommen ist die Dimension Nachhaltigkeit – ein Thema, das auch hierzulande immer stärker Eingang in die gesellschaftspolitische Debatte findet. Wir sehen das etwa an der „Fridays for Future“-Bewegung oder den Fragen nach der höheren Besteuerung von Flügen, Fleisch oder Diesel, um nur einige zu nennen.

Juni 2019 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Wer nichts weiß, muss alles glauben

 
Wie oft haben Sie schon gehört, Deutschland bleibe als rohstoffarmem Land gar nichts anderes übrig, als massiv in seine Bildung zu investieren? Ein Dauerbrenner in Sonntagsreden – seit Jahrzehnten. Und haben Sie sich zum Vergleich einmal Berliner Schulen angesehen?

März 2019 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Minus eins zum Trotz

 
„Die Börse ist keine Einbahnstraße.“ Wenn dem Marktkommentator gar nichts Tröstliches mehr einfällt, kommt unter Garantie diese Binsenweisheit. Und natürlich macht der Blick ins Depot umso mehr Freude, je größer die Zahl unten rechts ausfällt, wo „Summe Kurswerte“ steht. Aber so, wie die Wirtschaft in Zyklen verläuft, verhält es sich, grob gesprochen, auch mit der Börse. „What goes up, must come down“, heißt es deshalb an der Wall Street.

Kommentare 2018

Oktober 2018 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Der Himmel über Berlin

 
Kennen Sie Primera, die dänische Fluglinie? Nein? Sollten Sie aber. Die traut sich nämlich zu, ab Sommer 2019 von Berlin aus täglich nach New York, viermal wöchentlich nach Boston und dreimal wöchentlich nach Toronto zu fliegen. Warum das eine Bemerkung wert ist? Weil die große Lufthansa sich das nicht traut. Im Gegenteil: Wenn es um eine vernünftige Anbindung Berlins an den internationalen Luftverkehr geht, erklärt sie, man könne nicht von ihr erwarten, „die Stadt mit vielen Direktverbindungen an die Wirtschaftsmetropolen dieser Welt anzubinden“, wie im Tagesspiegel zu lesen war. Ansonsten liege ihr Berlin aber am Herzen, die Berliner können ja über die Lufthansa-Drehkreuze in die Welt fliegen.

Juni 2018 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Herr Draghi  und die Laubenpieper

 
„Berlin boomt!“ So oder so ähnlich lesen Sie das von mir an dieser Stelle immer mal wieder. Das ist kein Wunschdenken des hier tätigen Geschäftsmannes – das ist die Realität, und da rund drei Viertel der Weberbank­ Kunden in Berlin leben, gibt es auch das gemeinsame Interesse an der Stadt. Mehr noch, auch unsere Kunden von außerhalb, das spüren wir ganz deutlich, sind sehr an ihrer Hauptstadt interessiert.

März 2018 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Erfolgsbündel

 
Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin. Ob er an den römischen Dichter Horaz gedacht hatte, unser damaliger Regierender, als er Berlin als „arm, aber sexy“ bezeichnete? Nun müssen wir damit leben, auch wenn wir es schon seit Jahren nicht mehr hören können. Und wie oft kann man in Wirtschaftsranglisten der Bundesländer die zumeist hinteren Plätze Berlins mit diesem Spruch kommentiert sehen. Wie originell.

Kommentare 2017

Oktober 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Ein gutes Ziel kennt viele Wege

 
Wie Sie vielleicht wissen, liebe Leserin, lieber Leser, bietet unser Haus seine Expertise nicht nur Privatkunden an, sondern auch institutionellen Anlegern. Ich freue mich daher sehr, dass über 250 Stiftungen und weitere Einrichtungen wie Versorgungswerke, Pensionskassen, kirchliche Anleger, Vereine und Verbände uns für ihr Vermögen das Vertrauen schenken. Aber warum ist das eigentlich eine Bemerkung wert? Wieso hat die Weberbank für diese Kunden eine eigene Abteilung? Wenn es um Vermögenserhalt und –mehrung geht, müssten doch die gleichen Regeln gelten…

Juni 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Berlin kommt

 
Dass ich eine positive Haltung zu unserer Heimatstadt habe, wird mir wohl jeder nachsehen. Es macht einfach Spaß, in einer Region zu leben und zu arbeiten, die sich positiv entwickelt. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich den Konjunkturausblick der hiesigen Investitionsbank für Berlin lese: 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum werden für dieses Jahr erwartet, für Deutschland gesamt sind es nur 1,5 Prozent. 60.000 neue Arbeitsplätze können 2017 hier entstehen. Eine der herausragenden Branchen sei das Bauwesen. Ich finde, das macht den einen oder anderen Stau erträglich. Es tut sich halt etwas!

März 2017 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Auf der Renditespur

 
Dass Geld allein nicht glücklich macht, wissen wir schon lange. Wessen man zusätzlich bedarf, darüber kann man philosophieren. Der US-Schauspieler Danny Kaye lieferte eine etwas materialistische Begründung: „Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.“ Als Banker muss ich ihm hier natürlich im Grundsatz beipflichten. Vermögen zu bewahren und zu vermehren gelingt zukünftig nur mit einer ausgewogenen Struktur von liquiden Wertpapieren und eher weniger liquiden Substanzwerten. Meine Präferenz gehört dabei aktuell der Aktie, obwohl das politische Umfeld durchaus Störpotenzial aufweist.

Kommentare 2016

Oktober 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Warum Zinsen niedrig bleiben und Aktien steigen werden

 
Das vorrangige Ziel der Europäischen Zentralbank ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. So lautet sinngemäß Artikel 127 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union. „Vorrangig“ – ein interessanter Terminus, der zu weiteren Tätigkeiten einlädt. Und so heißt es dort auch weiter: „Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt die EZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union.“ Angesichts einer kaum nennenswerten Inflation ist die Neben- längst Hauptaufgabe geworden. Die Preisstabilität – wir erinnern uns: das vorrangige Ziel – wird zur Manövriermasse erklärt nach dem Motto: Drücken wir mal ein Auge zu, „Preisstabilität“ ist relativ. Honi soit qui mal y pense.

Juni 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Wer ist hier cool?

 
Berlin hat Konjunktur – buchstäblich. Waren wir jahre- und jahrzehntelang gewohnt, uns als verlängerte Werkbank, Subventionsmoloch oder Baufilzmetropole verspotten zu lassen, sind die Defätisten und Berlin-Neider inzwischen weitaus kleinlauter geworden. Ihnen bleibt zwar der BER, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass wir anders als früher kaum noch Meldungen über „Abbau“, „Rückgang“ oder „Transfer“ lesen. Die Stadt holt im Bundesländervergleich auf vielen Gebieten auf.

März 2016 | Kommentar von Klaus Siegers, Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank
Reden wir über Unsicherheit

 
„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Diese Maxime des Sokrates wünschte man einigen Talkshow-Dampfplauderern ins Stammbuch geschrieben. Denn sie ermahnt zu Erkenntnissuche vor einer Entscheidung und zu Demut bei der Meinungsäußerung. Vielleicht aber wollte uns der griechische Philosoph auch darauf hinweisen, dass man viele Entscheidungen gezwungenermaßen in Unsicherheit treffen muss, was im Übrigen jeder Unternehmer bestätigen wird. Warum sonst spräche man vom unternehmerischen Risiko? Dem Risiko etwa, vorschnell zu urteilen.

Nicht jetzt

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