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Impact Investing – ökologisch und sozial investieren

Gut zu wissen
Oktober 2021

 

Autor: Oliver Lübbe
Oliver Lübbe ist Direktor im Bereich institutionelle Kunden der Weberbank. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist dabei die Beratung und Begleitung von institutionellen Vermögensverwaltungen insbesondere für Stiftungen.

Oliver Lübbe

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele sind auch für Anleger von Bedeutung.

Die Menschheit sieht sich in den kommenden Jahrzehnten gewaltigen Herausforderungen gegenüber: Wasser-knappheit, Bodenerosion, Klimawandel, Armut und Krankheiten, um nur einige Themen zu benennen. Um ihnen zu begegnen, bedarf es unter anderem Bildung, der Schaffung von Wohnraum und einer stabilen Gesundheitsversorgung. 2015 haben die Vereinten Nationen als Reaktion darauf 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals) als politische Zielsetzungen verabschiedet, welche der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene bis 2030 dienen sollen.

Lassen sich hieraus bereits Konsequenzen für das Verhalten der Anleger ableiten? Nachhaltige Geldanlagen haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung zugenommen, der Markt hat an Dynamik gewonnen. Bedeutende Treiber auf diesem Gebiet sind unter anderem die hohe Nachfrage privater und institutioneller Anleger wie der EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, dessen Kernelemente Transparenz, Offenlegung und Berichterstattung auf Grundlage eines gemeinsamen Rahmens für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten (Taxonomie) bilden.

Grundgedanken
Ausgehend von Überlegungen, welchen direkten Einfluss Investoren mit ihren Anlageentscheidungen auf den gesellschaftlichen und politischen Wandel hinsichtlich der Einhaltung ökologischer, sozialer und ethischer Standards nehmen können, erlangt nachhaltiges, wirkungsorientiertes Investieren immer mehr an Bedeutung. Der Kapitalanleger definiert Zielvorgaben für die positiven Auswirkungen seines Investments und stellt diese über die finanzielle Rendite seiner Anlagen. Dadurch geht er weit über die herkömmlichen Nachhaltigkeits- und ESG-Strategien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) hinaus, die vorrangig den Versuch unternehmen, negative Auswirkungen von Investments zu reduzieren oder gänzlich auszuschließen.

Die Parameter Rendite und Riskio stellen skalierbare Größen dar. Aber auch die gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Kapitalanlage müssen gesteuert werden und als Teil der Evaluierung des Investmenterfolgs messbar sein.

Begriffsbestimmung
Impact Investments sind Anlagen, die neben finanzieller Rendite positive gesellschaftliche Auswirkungen bezwecken. Obwohl noch ein Teilsegment des Marktes für nachhaltige Kapitalanlagen, stellt Impact Investing das innovativste Instrument mit dem größten Wachstum dar. Um die Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen, werden enorme finanzielle Mittel benötigt, die nicht allein von Staaten, sondern auch von der Wirtschaft, insbesondere der Finanzwirtschaft, zur Verfügung gestellt werden müssen. Genau hier setzt Impact Investing an: Das Geld der Investoren fließt beispielsweise in Mikrofinanzmärkte, Erneuerbare-Energie-, Gesundheits- und Bildungsprojekte, bezahlbaren Wohnraum oder nachhaltige Agrarinvestitionen.

Mit der Priorisierung von Nachhaltigkeitsthemen fördert der Anleger direkt den gesellschaftspolitischen Wandel. Zudem haben die Finanzmärkte während der durch die Pandemie geprägten wirtschaftlichen Einbrüche gezeigt, dass Rendite und Wirkung keine Gegensätze darstellen müssen. Sie gehen vielmehr Hand in Hand.

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