Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. März 2017

Autor: Sören Wiedau

Die Finanzmärkte stehen im Bann der Notenbanken. Mit großer Spannung wurden die Zinsentscheidungen der amerikanischen Notenbank (Fed) sowie der europäischen Zentralbank (EZB) erwartet. Analysiert man die zuletzt veröffentlichen Konjunkturdaten, so fielen die Entscheidungen der Notenbanken nicht überraschend aus. Die amerikanischen Wirtschaftsdaten zeigen insgesamt ein freundliches Bild. Insbesondere der Arbeitsmarkt präsentierte sich von seiner starken Seite. Mit einem Plus von 235.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft wurden die bereits hohen Erwartungen der Marktteilnehmer übertroffen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 3. März 2017

Autor: Sascha Rehbein

„Nicht die Nachrichten machen die Kurse, sondern die Kurse machen die Nachrichten.“ Dieser Börsenweisheit von André Kostolany kann man mit Blick auf die jüngste Entwicklung der globalen Aktienmärkte durchaus etwas abgewinnen. Der US-Aktienindex „Dow Jones Industrial Average“ hat unglaubliche 12 Tage in Folge neue Rekordlevel erreicht, noch nie in der Geschichte in so kurzer Zeit um 2.000 Indexpunkte zugelegt und ist seit den US-Wahlen um über 15% angestiegen. Auch hierzulande ist der deutsche Leitindex DAX nur noch wenige Prozentpunkte von seinem Allzeithoch entfernt. Diese Superlative sind tatsächlich eine Nachricht wert! Aber woher kommt diese Euphorie an den Aktienmärkten?

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. Februar 2017

Autor: Daniel Schär

Jeden Tag eine „gute“ Tat! – so scheint das Motto des neuen US-Präsidenten, Donald Trump zu sein. Geht es Ihnen auch so, dass Sie bei der morgendlichen Lektüre der Tageszeitung oder beim Hören der Nachrichten während der Fahrt ins Büro schon gespannt auf den Moment warten, in dem neue unkonventionelle Maßnahmen des umtriebigen Präsidenten verkündet werden? Man darf gespannt sein, wie lange sich dieses Momentum durchhalten lässt. Mit Blick auf die Finanzmarktpolitik kann eine deutlich andere Prägung als in den letzten Jahren erwartet werden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 3. Februar 2017

Autor: Johannes Flieckenschildt

Wohin geht die Reise unter US-Präsident Donald Trump? Die Antwort auf diese Frage kann an einem wichtigen amerikanischen Aktienindex veranschaulicht werden. Der Dow Jones knackte Anfang letzter Woche die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten. Die positive Entwicklung des Indexes seit der US-Wahl hängt vor allem mit den Ankündigungen Trumps zusammen, den Binnenmarkt zu stärken. Die Pläne reichen von Abbau der Bürokratie über Infrastrukturprogramme bis hin zu einer umfassenden Steuerreform. Das wird von den Investoren positiv aufgenommen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Januar 2017

Autor: Jens Herdack

Interviews und Pressekonferenzen standen neben Twitter-Nachrichten in der letzten Woche hoch im Kurs. So konnten wir den twitternden Donald Trump nun sowohl bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz beobachten, als auch ein Interview mit den beiden europäischen Zeitungen „Bild“ und „The Times“ lesen. Daneben stand die Erklärung von Theresa May zum Vorgehen Großbritanniens beim Austritt aus der Europäischen Union an. Aber der Reihenfolge nach: Viele Investoren und Analysten hatten sich von der Pressekonferenz des designierten US-Präsidenten etwas mehr Klarheit über seine zukünftige Politik erhofft. Doch am Ende blieb die Pressekonferenz im Kontext der bisher eher schwierig zu verstehenden Kommunikation des neuen US-Präsidenten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Januar 2017

Autor: Alexander Lukas

Investoren an den europäischen Aktienmärkten wurde im letzten Jahr viel Geduld abverlangt. Das Jahr startete katastrophal, auf den letzten Metern nahm es dann aber für die Anleger doch noch ein versöhnliches Ende. Denn erst im Dezember drehten die europäischen und deutschen Aktienmärkte in die Gewinnzone und beendeten das Jahr mit einem Plus. Noch freundlicher zeigten sich die Schwellenländeraktien und US-Märkte, die ebenfalls nach schwachem Start bereits zur Jahresmitte deutlicher an Fahrt gewannen. Aus europäischer Sicht waren diese außereuropäischen Anlagen zusätzlich lohnenswert, da der US-Dollar und die meisten Schwellenländerwährungen aufwerteten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 16. Dezember 2016

Autor: Daniel Schär

Alle Jahre wieder....? Vor genau einem Jahr beendete die US-Notenbank (FED) die Nullzinspolitik in den USA und erhöhte den Leitzins das erste Mal seit fast zehn Jahren. Der Schritt war mit 0,25 Prozent sehr zaghaft, galt es doch das zarte Pflänzchen Konjunktur nicht im Keim zu ersticken. Weitere Zinsanhebungen wurden aber für den Jahresverlauf 2016 in Aussicht gestellt. Das Jahr entwickelte sich jedoch anders als gedacht. Schon zu Jahresbeginn stellten Währungsturbulenzen der chinesischen Währung Yuan und ein drastischer Rohstoffpreisverfall weitere Schritte in Frage. Brexit und US-Wahl sorgten für genug weiteren Bedarf, von weiteren Zinsanhebungen abzusehen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 2. Dezember 2016

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem der Kapitalmarkt in diesem Jahr zahlreiche Ereignisse, wie zum Beispiel das Brexit-Referendum und die USWahlen, verkraften musste, können wir uns im Dezember endlich entspannt zurücklehnen und uns auf die ruhigen und besinnlichen Feiertage freuen... Weit gefehlt! Es bleibt weiterhin spannend an den Kapitalmärkten! Am Wochenende stehen das Referendum in Italien und die Präsidentschaftswahlen in Österreich an. Das Referendum wird nicht nur über die künftige Reformfähigkeit des wachstumsschwachen Italien entscheiden, sondern gegebenenfalls auch die politische Spitze durchrütteln. Österreich hingegen läuft Gefahr, dem Nationalismus in Europa neuen politischen Einfluss zu geben und den Populismus weiter zu stärken.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. November 2016

Autor: Jens Herdack

Donald Trump ist tatsächlich zum US-Präsidenten gewählt worden. Auch wenn wir die Möglichkeit eines Sieges im letzten „Finanzmarkt aktuell“ nicht mehr ausgeschlossen hatten, waren wir doch einigermaßen erstaunt über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen. Bereits vor dem Börsenstart in Europa wurde dementsprechend auch bei uns im Büro über die möglichen Konsequenzen für die von uns betreuten Portfolios diskutiert. Zumal die asiatischen Börsen mit deutlichen Kursrückgängen reagierten. War es richtig, die Kassequote nicht aufzubauen und stattdessen die US-Aktienquote auf erhöhtem Niveau zu belassen, weil ein Trump Sieg zu einem stärkeren US-Dollar führen müsste?

Finanzmarkt aktuell - US-Wahl und die Marktsituation per 10. November 2016

Autor: Daniel Schär

Donald Trump hat einen überraschend klaren Sieg bei den US-Präsidentschaftswahlen erzielt. Ebenfalls haben die Republikaner die Mehrheit im US-Senat und im Repräsentantenhaus errungen. Damit hat Trump die Chance, wichtige grundsätzliche Punkte, wie beispielsweise eine große Steuerreform, seines Wahlprogramms umzusetzen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. November 2016

Autor: Johannes Flieckenschildt

Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – dieses Szenario ist nicht (mehr) ausgeschlossen. In den letzten Wochen ist der republikanische Präsidentschaftskandidat zwar deutlich ins Hintertreffen geraten und deswegen schon fast abgeschrieben worden, aber nun steigen seine Umfragewerte überraschend wieder an. Unterstützend wirkt dabei unter anderem die neu aufgeflackerte „E-Mail Affäre“, die Hillary Clinton, die Kandidatin der demokratischen Partei, in der Gunst der Wähler schwächt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Oktober 2016

Autor: Alexander Lukas

Das war also die dritte und letzte TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Nach derzeitigem Stand der Prognosen wird wohl der 45. Präsident der Vereinigten Staaten erstmals eine Frau werden. Damit dürfte der Unsicherheitsfaktor „Trump“ abgewendet worden sein, und die Kapitalmärkte können ein wenig aufatmen. Doch vergessen wir einmal diesen fragwürdigen Wahlkampf um das wichtigste Amt in der vermutlich wichtigsten Volkswirtschaft der Welt und wenden wir uns lieber der Konjunkturentwicklung zu: Diese verläuft zwar stabil, die Bäume wachsen aber nicht in den Himmel.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Oktober 2016

Autor: Johannes Flieckenschildt

Bekanntlich reicht schon ein Gerücht aus, um an den Finanzmärkten größere Kursbewegungen auszulösen, sofern das Gerücht nur auf entsprechend nervöse Marktteilnehmer trifft. So geschehen in dieser Woche: Eine Agenturmeldung über einen graduellen Ausstieg der Europäischen Zentralbank (EZB) aus ihrem Anleihekaufprogramm erwischte den Rentenmarkt auf dem falschen Fuß. Dass diese Meldung weder den Zeitpunkt des Ausstiegs spezifizierte noch Genaueres beinhaltete, hinderte die Zinsen nicht an einer sprunghaften Korrektur. Die 10-jährigen Renditen in Deutschland, in Italien und in den USA stiegen um 5 bis 6 Basispunkte an.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 16. September 2016

Autor: Jens Herdack

Es ist inzwischen fast schon gute alte Tradition, das ‚Finanzmarkt aktuell‘ mit einem kurzen Bericht über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Notenbankpolitik zu beginnen. Und das nicht zu Unrecht: Denn schließlich werden viele Assetklassen im Moment maßgeblich von den Notenbanken beeinflusst bzw. provokativer ausgedrückt: verzerrt. So hat die Europäische Zentralbank die Renditen deutscher Staatsanleihen inzwischen bis in den 10-jährigen Laufzeitenbereich an bzw. unter die Nullrendite gedrückt. Ähnlich drastisch stellt sich ihr Einfluss bei den Renditeaufschlägen von Unternehmensanleihen dar. Mit ihren 80 Mrd. Euro schweren monatlichen Käufen nimmt sie den Investoren eine Renditequelle nach der anderen. Umso erstaunlicher verlief die letzte Notenbanksitzung Mario Draghis (EZB-Präsident).

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 2. September 2016

Autor: Johannes Flieckenschildt

„Tut sie es oder tut sie es (noch) nicht?“ – das war die große Frage, die die Finanzmärkte in der letzten Woche bewegte, als in Jackson Hole, einem Tal in den Rocky Mountains, die großen Themen der Geldpolitik von den Notenbankern und Finanzexperten aus aller Welt diskutiert wurden. Worauf die Frage natürlich abzielte, ist das konkrete Tagesgeschäft und die Frage, ob die Leitzinsen in den USA erhöht werden. Dementsprechend wurde die Rede der Chefin der amerikanischen Notenbank (Fed), Janet Yellen, mit Argusaugen hinsichtlich möglicher Signale beobachtet. Am Ende wies sie zwar auf das verbesserte volkswirtschaftliche Umfeld hin, was für eine weitere Zinserhöhung in naher Zukunft spricht, betonte aber gleichzeitig die Relevanz kommender Daten, wozu auch der bevorstehende Arbeitsmarktbericht zählt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 19. August 2016

Autor: Alexander Lukas

Schon fast zwei Monate sind vergangen seit dem historischen Referendum in Großbritannien, das den Ausstieg des Landes aus der Europäischen Union besiegelte. In der Zwischenzeit ist im Vereinigten Königreich politisch viel passiert. Überraschend schnell wurde eine neue Premierministerin gefunden, während prominente Brexit-Befürworter wie der Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson ebenso überraschend einen Rückzieher gemacht haben. Bis heute aber wurde kein formeller Austrittsantrag gestellt und es scheint, als ob niemand so recht derjenige sein möchte, der diese Verantwortung übernimmt. Man erkauft sich lieber Zeit, und über den Sommer hat sich nun eine trügerische Ruhe in Europa breitgemacht, zumal außer in Großbritannien selbst noch keine Auswirkungen in den Wirtschaftskennzahlen der wichtigen europäischen und amerikanischen Handelspartner sichtbar sind.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. August 2016

Autor: Johannes Flieckenschildt

Sehr langsam lösen sich die ersten Nebelschwaden, die die Folgen des Brexits umhüllen und die die Finanzmärkte in den letzten Wochen so sehr haben schwanken lassen. Auch wenn längst nicht klar ist, was bei den Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien im Endeffekt vereinbart werden wird und die Auswirkungen des Brexits noch nicht greifbar sind, so bieten doch die ersten veröffentlichten Indikatoren post-Brexit einen interessanten Referenzpunkt: Wie befürchtet fielen das Verbrauchervertrauen und die Unternehmensumfragen pessimistisch aus und deuten entsprechend auf harte Zeiten für die britische Wirtschaft hin.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Juli 2016

Autor: Jan Gengel

In den vergangenen Jahren war eine der Aufgaben von Analysten für Rentenmärkte, neue Superlative für die Marktbewegungen zu suchen. „Neues Rekordhoch“ oder „wieder ein Renditetief“ fanden sich in nahezu jeder Publikation. Mit der neuesten 10-jährigen Emission seitens des Bundesfinanzministeriums brauchen wir keinen Superlativ mehr. Schulden sind nun gleichbedeutend mit Einnahmen. Dass Anleihen an den Markt kommen und eine Zinszahlung von Null haben, ist nicht ganz neu, aber dass lang laufende auch eine negative Emissionsrendite aufweisen schon. Was bedeutet das konkret?

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Juli 2016

Autor: Sören Wiedau

„Alea iacta est“, der Würfel ist gefallen. Die Briten haben sich für einen Austritt aus der Europäischen Union (EU) entschieden. Europa ist darüber „not amused“. Jetzt gilt es für alle Beteiligten mit dieser Entscheidung umzugehen und eine klare Strategie für die bevorstehenden Verhandlungen zu entwerfen. Jede Verzögerungstaktik führt zu anhaltender Ungewissheit, die die Finanzmärkte belastet. Welche Auswirkungen der „Brexit“ auf die europäische und insbesondere die britische Konjunktur sowie für den politischen Zusammenhalt innerhalb der EU hat, ist momentan schwer abzuschätzen und läßt sich erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung besser eingrenzen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. Juni 2016

Autor: Daniel Schär

Schon wieder droht ein EXIT! Langsam wird es zu einer schlechten Angewohnheit, im Juni eines jeden Jahres den Ausstieg (englisch: Exit) eines europäischen Landes aus dem Staatenverbund zu thematisieren. Fast zur gleichen Zeit im letzten Jahr rätselten die Marktteilnehmer über die Folgen eines GREXITS, dem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone. Die Unsicherheit über die Folgen war groß, und die Kapitalmärkte reagierten entsprechend verschnupft. Zwar wären die Ursachen und Folgen eines britischen Ausscheidens aus der Europäischen Union andere, die Reaktionen der Kapitalmärkte ähneln denen des letzten Jahres jedoch stark.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 3. Juni 2016

Autor: Thorsten Hampe

In drei Wochen herrscht endlich Klarheit, zwar noch nicht über den Fußball-Europameister, aber darüber, ob die Briten in der Europäischen Union verbleiben. Die Umfragen zeigen, dass sich die Lager der Befürworter und der Gegner immer noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, wobei circa 10% noch unentschlossen sind. Wir sind der Überzeugung, dass ein Austritt für das Vereinigte Königreich (UK) deutliche wirtschaftliche Nachteile haben wird. U. a. gehen Studien der Bank of England und des Internationalen Währungsfonds davon aus, dass jeder Brite das Äquivalent eines Monatsgehaltes einbüßen würde. Zudem würden lange Verhandlungen über die zukünftige Beziehung Großbritanniens zur EU folgen, die zwischenzeitlich für Unsicherheit bei Investoren und Konsumenten führen könnte.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Mai 2016

Autor: Sören Wiedau

Die Finanzmärkte bleiben weiter nervös und befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen expansiver Geldpolitik der Zentralbanken und schwächelnder Weltkonjunktur sowie Zinsängsten in Amerika. Erfreuliche Konjunkturdaten kamen diesmal aus Amerika. Hier konnten sich vor allem die Einzelhandelsumsätze, welche etwa 30% des privaten Konsums in den USA ausmachen, erfreulich entwickeln. Mit einem Wachstum von 1,3% gegenüber dem Vormonat stiegen die Umsätze so kräftig wie seit einem Jahr nicht mehr. Hauptverantwortlich dafür waren die starken Automobilabsätze.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Mai 2016

Autor: Thorsten Hampe

In den letzten Wochen waren der Ölpreis und die Notenbanken das beherrschende Thema. Zuletzt hatte die amerikanische Notenbank (FED) die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen, aber in ihrem Statement den Fokus weg von globalen Risiken hin auf die inländische Entwicklung gelegt. Für eine Zinserhöhung auf der kommenden Sitzung bedarf es einer Verbesserung der US-Wirtschaft sowie eines Ausbleibens von Finanzmarktturbulenzen. Allerdings kann auch die Unsicherheit wegen des Referendums über den Verbleib des Vereinigten Königreiches (Brexit) in der EU am 23.Juni eine Zinserhöhung im Juni gefährden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. April 2016

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem zuletzt die Notenbanken das Marktgeschehen maßgeblich beeinflusst haben, rückte in dieser Woche ein anderer Faktor erneut in den Fokus: der Ölpreis. Zur Erinnerung: In den vergangenen zwei Jahren musste der Ölmarkt einen Preisrückgang von über 80 US-Dollar je Barrel verkraften! Diese starke Abwärtsbewegung läßt sich vereinfacht am Grundkonzept der Marktwirtschaft erklären: Angebot und Nachfrage. Durch einen aufstrebenden Akteur (die USA) sahen sich die etablierten Marktteilnehmer (insbesondere die OPEC-Länder) mit rückläufigen Marktanteilen konfrontiert. Anstelle, wie in der Vergangenheit gewohnt, zu Zeiten von Ölpreisrückgängen die Produktion zu drosseln, hat die OPEC die Ölförderung allerdings diesmal noch weiter erhöht mit dem Hintergedanken, die US-Produzenten durch Dumpingpreise aus dem Markt zu verdrängen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. April 2016

Autor: Jens Herdack

Die Notenbanken dieser Welt bleiben die aktuell bedeutendsten Kräfte, die auf die Kapitalmärkte wirken. Deshalb wollen wir gleich zu Beginn auf ihre Maßnahmen eingehen: Wir hatten in der letzten Anlagestrategie über die extrem expansiven Maßnahmen der europäischen Zentralbank berichtet. Inzwischen sind weitere Details zu diesem Maßnahmenpaket bekannt: Neben 0% Leitzins, und 0,4% Strafzinsen für Einlagen, die Banken bei der EZB halten, wird es die Möglichkeit geben, dass Banken, die Ihre Kreditvergabe ausweiten bzw. nicht mehr senken, sogar Zinsen für ihre Refinanzierungskredite von der EZB erhalten können. Im optimalen Fall sind das 0,4% Zinsen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. März 2016

Autor: Jens Herdack

Mit „Money for Nothing“ hatten wir die letzte Anlagestrategie begonnen. So unglaubwürdig es scheint, dass man Geld ohne Zinsen geliehen bekommt, so unglaublicher ist, was die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken mit ihren letzten Entscheidungen nun anbietet: Banken sollen zukünftig sogar Zinsen erhalten können, wenn sie sich Geld von der EZB leihen. Konkret hat die Notenbank den Leitzins auf 0,00% abgesenkt und den Strafzins, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken auf 0,40% erhöht. Darüber hinaus können Banken die einen bestimmten Schwellenwert bei der Kreditvergabe erreichen zukünftig sogar bis zu 0,40% für das von der EZB geliehene Kapital erhalten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. März 2016

Autor: Daniel Schär

„Money for Nothing“ – die Zeit des billigen Geldes geht weiter. In der kommenden Woche findet die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) statt, und es wird erneut mit einem expansiven geldpolitischen Impuls gerechnet. Nachdem die Inflationsdaten zu Jahresbeginn erneut unter Druck geraten sind und auch die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone an Dynamik verloren hat, spricht vieles für entsprechende Maßnahmen der EZB.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Februar 2016

Autor: Sören Wiedau

Die Märkte sind derzeit geprägt von den Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum, den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und den aufkeimenden Ängsten vor einer erneuten Finanzkrise.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. Februar 2016

Autor: Jens Herdack

Neulich habe ich nach langer Zeit wieder einmal den Vergleich vom Hund und seinem Herrchen mit der Börse gehört und fand diesen auch für die aktuelle Marktphase wieder sehr passend. Für alle Leser, die den Vergleich von Börsen- Altmeister André Kostolany nicht mehr präsent haben, sei er kurz zitiert: „Das Verhältnis von Börse und Wirtschaft ist wie das eines Mannes auf einem Spaziergang mit seinem Hund. Der Mann geht langsam vorwärts, der Hund rennt vor und zurück.“ Genau dieses Bild zeichnet sich gerade an den Weltbörsen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Januar 2016

Autor: Jan Gengel

Was für ein Desaster! In einem guten alten Westernstreifen wäre auch die Beschreibung „Blutbad“ für die Marktverwerfungen treffend gewesen. Zweistellige Kursverluste seit Jahresanfang, Tagesbewegungen von teils über Minus drei Prozent – selbst am amerikanischen Aktienmarkt, der sich normaler Weise ein wenig besonnener in stressigen Bewegungen zeigt. Und das ganz aus dem Nichts heraus, denn ein wirklich neues Ereignis dafür gab es nicht, und die kolportierten Begründungen wirken alt und längst bekannt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Januar 2016

Autor: Sascha Rehbein

„Das war wohl nix!“ So könnte man den Jahresauftakt an den globalen Aktienmärkten beschreiben. Schon am ersten Handelstag des neuen Jahres musste der chinesische Aktienmarkt starke Kursverluste verkraften, so dass es zum Handelsstopp kam und die Märkte geschlossen wurden. Dies wurde unter anderem mit weiteren Wachstumssorgen aufgrund der Stimmungseintrübung in der chinesischen Industrie begründet. Gleichzeitig setzte der chinesische Yuan seinen Abwertungstrend fort und notiert gegenüber dem US-Dollar mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. Dezember 2015

Autor: Jan Gengel

2015 war das Jahr der Notenbanken. Und wie bei einem guten Film kam das Spannendste zum Schluss. Beginnend mit der EZB Sitzung am 3. Dezember. Die beiden wichtigsten Entscheidungen – Senkung der Einlagenzinsen auf -0,3 Prozent und Verlängerung des Anleihenkaufprogramms – wurden den hohen Erwartungen der Marktteilnehmer nicht gerecht. Hatten sich doch viele auf eine Steigerung der monatlichen Käufe gefreut und die zusätzliche Liquidität als weiteren Treiber für die Aktienmärkte fest verplant. Die Enttäuschung an den Märkten war dementsprechend hoch. Aus unserer Sicht zu Unrecht, da die EZB in dieser Situation richtig agiert hat.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. Dezember 2015

Autor: Alexander Lukas

Seit geraumer Zeit blickten wir nun schon auf den 3. Dezember 2015. Es sollte der Tag sein, an dem die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldschleusen weiter öffnet und Fed-Chefin Janet Yellen bei einer Anhörung vor dem USKongress – ganz im Gegensatz – ein Ende der Nullzinspolitik noch vor Weihnachten bekräftigten sollte. Die Bilanz dieses Tages kam am Ende einer Enttäuschung gleich: Zwar hat EZB-Chef Mario Draghi den Strafzins für Übernachteinlagen der Geschäftsbanken von minus 0,2 auf minus 0,3 Prozent gesenkt und somit den Druck auf die Banken erhöht, Gelder über Kredite in den Wirtschaftskreislauf zu lenken. Auch wurde das aktuell laufende Anleihenkaufprogramm um ein halbes Jahr verlängert.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. November 2015

Autor: Daniel Schär

Die Überraschung am Montag war groß, als die Börsen in Europa eröffneten. Trotz der Anschläge am vergangenen Freitag und der riesigen Medienresonanz reagierten die Marktteilnehmer zum Wochenstart sehr besonnen. Es setzte weder eine panikartige Flucht in sichere Häfen wie Gold oder Bundesanleihen ein, noch gerieten Risikoanlagen wie Aktien deutlich unter Druck. Per Saldo konnte der DAX sogar unverändert zum Freitag aus dem Handel gehen. Zum Vergleich: Am 11. September 2001 verlor der deutsche Aktienmarkt 8,5 Prozent. Das diesmal dazwischen liegende Wochenende hat somit als emotionaler Wellenbrecher gewirkt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. November 2015

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus Amerika fielen insgesamt durchwachsen aus. So wuchs die amerikanische Wirtschaft im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal nur noch um annualisierte 1,5% und lag damit knapp unter den Prognosen der Volkswirte. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft noch um annualisierte 3,9% gewachsen. Ausschlaggebend für die Wachstumsabkühlung waren die deutlich niedrigeren Lagerbestände. Der private Konsum zeigte sich dagegen wieder einmal als größter Wachstumsfaktor. Aber auch die Exporte und Importe überraschten positiv – trotz stärkerem Dollar und abnehmender globaler Wirtschaft.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 26. Oktober 2015

Autor: Alexander Lukas

Und sie kann doch noch wachsen! Die Rede ist von der Wirtschaft Chinas. Das war in der Wirtschaftspresse wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen der vergangenen Wochen: Steht die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt vor dem Zusammenbruch? Über Monate enttäuschten nahezu alle Makrodaten aus dem Reich der Mitte: Export, Konsum, Industrieproduktion. Der Aktienmarkt kollabierte nahezu. Viele sahen der Veröffentlichung des Wirtschaftswachstums im dritten Quartal daher skeptisch entgegen. Angefeuert waren die Sorgen zusätzlich von der Ankündigung, das Bruttoinlandsprodukt erstmals nach internationalen Standards berechnen zu wollen. Würden die Statistiker ein deutlich niedrigeres Wachstum publizieren? Keineswegs! Es blieb alles beim Alten. Wie gewohnt gab es mit 6,9 Prozent keine nennenswerte Abweichung vom Wachstumsziel in Höhe von 7 Prozent. Positiv zu nennen ist außerdem, dass sich Einzelhandelsumsätze und Liquiditätsversorgung zu stabilisieren beginnen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 9. Oktober 2015

Autor: Thorsten Hampe

Nachdem die US-Notenbank (FED) die Zinsen nicht angehoben und die Wahlen in Griechenland und Spanien für wenig Aufruhr gesorgt haben, scheinen sich die Nachrichten nur noch um den Abgas-Skandal bei Volkswagen zu drehen. Da es sich hierbei um ein Problem eines einzelnen Unternehmens handelt, wollen wir den Blick auf das Große und Ganze lenken: Kurz nach der Zinsentscheidung der FED schien es ausgemachte Sache zu sein, dass die Zinsen nun im Dezember angehoben werden. Aber auch diese Gewissheit schwindet langsam, so wird die Wahrscheinlichkeit vom Markt hierfür aktuell mit lediglich 35% taxiert.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. September 2015

Autor: Jens Herdack

Mit Spannung wurde die Pressekonferenz der US-Notenbankchefin Janet Yellen am Freitag erwartet. Immerhin ging es um die Frage, ob die US-Notenbank (Fed) ihren Leitzins nach 11 Jahren zum ersten Mal wieder anhebt. Und so wurde vorher viel analysiert, mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet und diskutiert. Am Ende fehlte es der Fed aber offenbar an Überzeugung, dass ein Zinsschritt im aktuellen Marktumfeld angemessen wäre. Der Leitzins wurde nicht verändert. Dabei bietet die US-Wirtschaft eine Reihe von sehr positiven Entwicklungen. So fiel die Arbeitslosenquote zuletzt sogar unter die sogenannte „natürliche Arbeitslosenquote“ auf nunmehr 5,1%.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. September 2015

Autor: Alexander Lukas

Die Sorgen um den Zustand der chinesischen Volkswirtschaft bestimmten in den letzten Wochen die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse. Wie bereits vor zwei Wochen an dieser Stelle ausgeführt, kam eine Vielzahl von Faktoren zusammen, die die Stimmung schlagartig verschlechterten. Zum einen veröffentlichte das Reich der Mitte eine Reihe von Wirtschaftsdaten, die den Schluss zuließen, dass das Wachstumsziel in Höhe von sieben Prozent in diesem Jahr verfehlt werden könnte. Zum anderen nahm der Abwärtstrend an den chinesischen Börsen wieder an Fahrt auf, so dass mittlerweile alle seit Jahresanfang aufgelaufenen Gewinne sowohl in Hongkong als auch in Schanghai weggeschmolzen sind.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. August 2015

Autor: Daniel Schär

Es lief schon mal besser für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt! Der Motor, der ein hohes Wirtschaftswachstum generiert, läuft schon länger nicht mehr so rund wie früher einmal. Die aufstrebende Nation hat vor einigen Jahren klar erkannt, dass ein weiterer wirtschaftlicher Aufstieg nur möglich ist, wenn der Wandel von der billigen Werkbank der Welt hin zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft mit starkem Binnenkonsum gelingt. So ein grundlegender Wandel verläuft allerdings in der Regel nicht störungsfrei. Seit mehreren Jahren ist nun schon ein stetiger Rückgang der Wachstumsraten der Volkswirtschaft festzustellen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. August 2015

Autor: Jens Herdack

Lang ist’s her, dass wir eine „aktuelle Anlagestrategie“ ohne Griechenland als Hauptthema schreiben konnten. Aber heute ist es soweit: Viel Platz also für einen Blick rund um den Globus. Nutzen wir diesen, bevor ein neues (oder altes) Hauptthema die Schlagzeilen erreicht. In den USA verdichten sich die Anzeichen, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins im September anheben wird. In ihrem jüngsten Statement wurde zumindest eine kleine, aber entscheidende Formulierung geändert: Es wird nun von „some further improvements in the labor market“ gesprochen. Die Fed sieht demnach nur noch „einige weitere Verbesserungen“ des Arbeitsmarktes als Voraussetzung für einen ersten Zinsschritt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. Juli 2015

Autor: Alexander Lukas

Kaum zu glauben, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Nach einer Marathon-Sitzung haben die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten einen Kompromiss für ein weiteres Griechenland-Hilfspaket gefunden. Der griechische Ministerpräsident musste eine 180-Grad-Wende einleiten und Reformen in seinem Parlament durchbringen, die er zuvor noch vehement abgelehnt hatte. Alles in allem erscheinen die Auflagen für ein Rettungspaket in fast allen Punkten höher als noch vor dem Referendum, in welchem die Griechen ihr „Nein“ zu den Reformauflagen zum Ausdruck brachten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. Juli 2015

Autor: Jens Herdack

In den ersten Tagen nach dem klaren Abstimmungs-„Nein“ der Griechen zu den Reformauflagen der Gläubiger konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Verhandlungspartner sich einigermaßen ratlos zeigten, wie Griechenland nun noch vor der Staatspleite bzw. dem Grexit gerettet werden könnte. Doch eines haben wir im Laufe der Griechenlandkrise gelernt: Nach dem Ultimatum ist vor dem Ultimatum. Immer wenn wir dachten, jetzt stünde aber das definitiv letzte Ultimatum an, gab es doch noch einen weiteren Termin, der dann als „ultimatives“ Ultimatum gesehen wurde.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 19. Juni 2015

Autor: Sascha Rehbein

Natürlich sind aktuell alle Blicke auf die Verhandlungen über Griechenlands Zukunft gerichtet. Bevor wir uns allerdings mit diesem Thema intensiver beschäftigen, lohnt es sich, einige Worte zur globalen Konjunkturentwicklung zu verlieren. Nachdem das erste Quartal in den USA durch Sondereffekte belastet wurde, sind die zuletzt veröffentlichten Daten überraschend positiv. Der Arbeitsmarkt konnte nach einer kurzen Delle zu alter Stärke zurückfinden, die Konsumfreude nimmt dementsprechend zu, und selbst der stagnierende Immobilienmarkt knüpft langsam wieder an den vergangenen Wachstumspfad an.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. Juni 2015

Autor: Daniel Schär

Der Gipfel-Marathon geht weiter! Seit gut vier Monaten hat man das Gefühl, ein Krisen-Gipfel folgt dem nächsten, und die europäischen Staats- und Regierungschefs sind im internationalen Dauereinsatz. Vor dem anstehenden G7-Gipfel am Wochenende im schönen Bayern trafen sich am Montag die wichtigsten Geldgeber Griechenlands auf Einladung von Frau Merkel im Bundeskanzleramt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Mai 2015

Autor: Jan Gengel

Ernüchternd und zuversichtlich zugleich. So widersprüchlich diese Aussage auch ist, so zutreffend beschreibt sie die zuletzt gemeldeten Daten der Wirtschaftsentwicklung des Euroraumes. Ernüchternd, da die Erwartung an Deutschland höher war. Und zuversichtlich, da in zahlreichen Ländern wie beispielsweise Frankreich, Italien oder Spanien das Wachstum gestiegen ist. In Summe hat sich ein leicht höherer Zuwachs von 0,4% gegenüber dem Vorquartal für den Euroraum ergeben. Kein Grund zum Jubeln, aber auch kein schlechtes Ergebnis. Genauere Details zu der Zusammensetzung werden erst Ende Mai veröffentlicht.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Mai 2015

Autor: Alexander Lukas

Hatten wir vor zwei Wochen an dieser Stelle noch davon berichtet, dass der deutsche Staat für Kredite bis zu neun Jahren Laufzeit sogar belohnt wurde und eine negative Rendite auch für 10-jährige Bundesanleihen kurz bevorstünde, so hat sich das Blatt nun gewendet: Innerhalb weniger Tage stiegen die Renditen in rasantem Tempo wieder an. Zum Beispiel schnellte die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit vom Rekordtief in Höhe von 0,05 Prozent auf zwischenzeitlich fast 0,6 Prozent hoch.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. April 2015

Autor: Jens Herdack

Für Mario Draghi stand bei der letzten Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) fest, dass es derzeit keine Blasenbildung bei den Kursen von Staatsanleihen gibt. Immer mehr Marktteilnehmer können diese Interpretation aber nicht mehr nachvollziehen. So liegen die Renditen aller deutschen Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen null und neun Jahren im negativen Bereich. Das bedeutet, wenn sich der deutsche Staat zukünftig Geld von Investoren für die nächsten neun Jahre ausleiht, zahlt er dafür zwar noch Zinsen, macht aber insgesamt durch den hohen erzielbaren Emissionspreis einen Gewinn.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. April 2015

Autor: Sascha Rehbein

Ähnlich wie im Vorjahr hat sich in Europa über den Jahreswechsel die Konjunkturstimmung deutlich verbessert. Im letzten Jahr folgte der euphorischen Stimmung allerdings relativ schnell Ernüchterung bis hin zu leichten Rezessionssorgen. Somit führte die positive Stimmung nicht zu einer stärkeren Wachstumsdynamik und enttäuschte jegliche Hoffnungen auf ein Ende der langjährigen Wachstumsschwäche. Wir glauben, dies wird sich in diesem Jahr nicht noch einmal wiederholen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. März 2015

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten in den USA fielen insgesamt gemischt aus. Stark präsentierte sich der US-Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ging auf 5,5% zurück und erreicht damit das von der US-Notenbank angestrebte Langfristniveau von 5,2% bis 5,5%. Auch die Veröffentlichung der neugeschaffenen Stellen sorgte für gute Stimmung. In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden durchschnittlich 262.500 neue Jobs pro Monat geschaffen. Auf der anderen Seite enttäuschten die Einzelhandelsumsätze, die auch im Februar und damit den dritten Monat in Folge rückläufig waren. Auch für die Industrie zeichnet sich zum Jahresstart ein verlangsamtes Wachstumstempo ab.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. März 2015

Autor: Jens Herdack

In der Anlagestrategie vom 20. Februar hatten wir die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Eurozone thematisiert und unsere Erwartung einer Einigung in letzter Minute geäußert. Herausgekommen ist wohl eher eine Einigung in letzter Sekunde und dann auch nur für die nächsten vier Monate. So wie es aussieht, werden uns solche „kurz-vor-knapp“-Entscheidungen also auch in Zukunft noch öfter ins Haus stehen. Nichtsdestotrotz konnte man an den Märkten ein deutliches Aufatmen vernehmen. Die europäischen Aktienmärkte haussierten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Februar 2015

Autor: Daniel Schär

Casino Royale an der Akropolis – Die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Eurozone um die Schulden, weitere Kredite und den Reformpfad des Landes an der Ägäis gleichen einem Pokerspiel. Der Einsatz ist hoch, und jeder will dem anderen signalisieren, das beste Blatt auf der Hand zu haben. Viel wurde zuletzt darüber diskutiert, ob der auf Spieltheorie spezialisierte griechische Wirtschaftswissenschaftler und neuer Finanzminister Gianis Varoufakis einem taktisch ausgefeilten Plan folgt. Am Ende des Tages will jedoch keine der beteiligten Parteien, dass die Verhandlungen scheitern und Griechenland aus dem Euro ausscheiden muss.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Februar 2015

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem in den ersten Wochen des noch jungen Jahres die Notenbanker aus Europa die Schlagzeilen beherrschten, ist der Fokus zuletzt wieder etwas in Richtung Politik gerückt. Mit dem Wahlsieg der linksradikalen SYRIZA in Griechenland ist die europäische Verschuldungskrise wieder zum Thema geworden. Anders als noch vor drei Jahren behandelt der Kapitalmarkt die Gefahr eines möglichen Staatsbankrotts oder gar des Euro-Austritts Griechenlands allerdings isoliert. Außerhalb Griechenlands haben sich die Kapitalmärkte der restlichen Peripherieländer seit den Wahlen sehr stabil gehalten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 23. Januar 2015

Autor: Alexander Lukas

Auch in diesem Jahr sind es die Zentralbanker, die wieder einmal die Wirtschaftspresse dominieren. Wie mehrheitlich erwartet, hat die Europäische Zentralbank (EZB) ein breit angelegtes Anleihen-Kaufprogramm angekündigt. Mit dem Ziel, monatlich Papiere im Wert von 60 Milliarden Euro zu kaufen, wurde die im Vorfeld kursierende Zahl sogar noch übertroffen. Da das Programm ab März 2015 bis September 2016 laufen wird, ergibt sich ein angestrebtes Kaufvolumen von über 1,1 Billionen Euro, welches gemäß dem Anteil der Staaten an der EZB erfolgen soll.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 9. Januar 2015

Autor: Jan Gengel

Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes und gesundes Jahr 2015. Und da wir uns auch in diesem Jahr wieder den wichtigsten Marktentwicklungen widmen, möchten wir Ihnen auch prosperierende Wirtschaftsentwicklungen, steigende Aktienkurse und, ganz wichtig, stabile Rentenmärkte wünschen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 19. Dezember 2014

Autor: Daniel Schär

Früher war mehr Lametta! Und Kartelle sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren! Die OPEC war über Jahrzehnte eine verlässliche Größe, wenn es um die Entwicklung des Ölpreises ging. Ziel der Organisation war, durch Maßnahmen wie Fördermengenausweitung oder -kürzung einen stabilen Ölmarkt sicherzustellen und damit gleichzeitig die eigenen Erdöl-Gewinne zu sichern. Mit Blick auf den rasanten Preisverfall des Rohöls fragt man sich derzeit schon, was eigentlich die OPEC macht. Die Mitglieder der Organisation können sich nicht mehr auf einen einheitlichen Kurs einigen, und zusätzlich leidet die OPEC unter einem spürbaren Bedeutungsverlust durch neue Förderländer außerhalb des Kartells.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. Dezember 2014

Autor: Daniel Schär

Licht aus, Spot an! Am Donnerstag betrat mit Mario Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), einer der derzeit einflussreichsten Protagonisten der Finanzmärkte die Bühne. Die globale Investorengilde fieberte dem Auftritt bei der monatlichen Pressekonferenz der Zentralbank schon seit Wochen aufgeregt entgegen. Erwartet wurde die Premiere neuer Wertpapierkaufprogramme. Die Notenbank hatte im Herbst das offizielle Ziel ausgegeben, ihre Bilanz um eine Billion Euro ausweiten zu wollen. Ein ambitioniertes Ziel, sprechen wir doch von zu investierender Liquidität im Gegenwert von 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Eurozone.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. November 2014

Autor: Jan Gengel

Mit großer Spannung wurden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für den Euroraum erwartet. Groß waren die Sorgen über eine Rezession, selbst für Deutschland. Zuletzt galt sie nahezu schon als ausgemacht. Doch weit gefehlt: Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Euroraum um 0,8 Prozent, gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent und damit sogar ein wenig schneller als noch im 2. Quartal dieses Jahres. Aber wesentlich interessanter ist die Entwicklung der einzelnen Länder: Nur zwei Staaten meldeten einen kleinen Rückgang: Italien und Zypern. Alle anderen wuchsen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. November 2014

Autor: Jens Herdack

Man kann fast den Eindruck gewinnen, dass sich nicht nur die technische Entwicklung in den letzten Jahren weiter beschleunigt hat, sondern auch die Abfolge bedeutender Ereignisse in der Wirtschaftsgeschichte: Erst im April 2013 berichteten wir an dieser Stelle von einem der größten volkswirtschaftlichen Experimente. Damals hatte die japanische Notenbank angekündigt, die umlaufende Geldmenge innerhalb von zwei Jahren verdoppeln zu wollen. Damit sollte die Inflationsrate endlich nachhaltig in den positiven Bereich bis auf 2 Prozent gehoben werden. Zusätzlich sollte die Abwertung des Yen die heimische Exportwirtschaft ankurbeln.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. Oktober 2014

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus Amerika fielen gemischt aus: Für Enttäuschungen sorgte der überraschend starke Rückgang in den Einzelhandelsumsätze sowie die Verschlechterung der Stimmung unter den Kleinunternehmen und den Baufirmen. Regelrecht eingebrochen ist zudem der Frühindikator für die amerikanische Industrie aus der Region New York (Empire State Index). Auf der positiven Seite überzeugten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, welche auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren sanken und damit die laufende Erholung am US-Arbeitsmarkt bestätigen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. Oktober 2014

Autor: Sascha Rehbein

In den vergangenen Tagen konnte man zur deutschen Wirtschaft wenig erfreuliche Schlagzeilen lesen: „Deutschland vor dem Abschwung“ oder „Deutschlands Wachstum bricht ein“. Doch warum kommt verstärkt diese Skepsis auf? Nun, zum einen hat sich in den vergangenen Monaten die Stimmungslage in den deutschen Unternehmen sukzessive verschlechtert, und zum anderen haben zuletzt veröffentlichte Wirtschaftsdaten aus der Industrie sehr negativ überrascht. Stehen wir deswegen schon vor einer langfristigen Rezession in Deutschland?

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 19. September 2014

Autor: Alexander Lukas

Seit nunmehr sechs Jahren werden Sie, liebe Leser unseres Marktausblickes, an dieser Stelle alle zwei Wochen insbesondere über außergewöhnliche Maßnahmen von Notenbanken und deren Auswirkungen informiert. Denn am 15. September 2008 begann mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers eine Phase, in der es vor allem die Zentralbanker waren, die weltweit die Märkte bewegten. Ob nun Immobilien-, Wirtschafts- oder Eurokrise, letztlich war es immer wieder die Geldpolitik, die maßgeblich die Kurse von Aktien in die eine Richtung und die Zinsen von Anleihen in die andere gelenkt hat.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. September 2014

Autor: Jens Herdack

Das Auseinanderdriften der europäischen und der amerikanischen Konjunktur hält in den letzten zwei Wochen an. Während das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,2% zurückgeht und die Eurozone nur eine schwarze Null erreicht, verzeichnen die USA einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung von 1,0% gegenüber dem Vorquartal. Einhergehend weisen die USA eine im Allgemeinen als gesund angesehene Inflationsrate von 2% aus, die Eurozone eine beängstigend nahe an der Grenze zur Deflation liegende Preissteigerung von nur 0,3%.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. August 2014

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem die USA zuletzt starke Quartalszahlen vorweisen konnten, hat die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal eine Rolle rückwärts gemacht und ist um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Dies ist hauptsächlich auf schwache Exportzahlen und Investitionsausgaben zurückzuführen. Aber tatsächlich hat auch das Wetter einen entscheidenden Anteil am Minus: Durch den milden Winter wurden Teile der Bauproduktion in das erste Quartal vorgezogen und gingen somit zu Lasten des zweiten. Bereinigt um diesen Effekt wäre ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts vermutlich vermieden worden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. August 2014

Autor: Alexander Lukas

Das Bruttoinlandsprodukt ist in den USA im zweiten Quartal gewachsen, und das um überraschend starke vier Prozent annualisiert. Somit zeigt sich die US-Wirtschaft versöhnlich, nachdem im Vorquartal ein Minus von 2,1 Prozent berichtet wurde. Ein solch dynamischer Anstieg war auch für die meisten Marktbeobachter überraschend. Erfreulich ist zudem, dass die Konjunkturerholung auf breiter Front erfolgt: So konnten zum Beispiel der private Konsum und die Anlageinvestitionen sehr positiv zum Wachstum beitragen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 25. Juli 2014

Autor: Jan Gengel

Gilt die alte Börsenregel “Sell in May and go away” doch? Immerhin hat der deutsche Aktienindex DAX Ende Mai und auch in den Juni hinein noch mit neuen Höchstständen gerungen. Seitdem jedoch verliert er Schritt für Schritt an Boden. Für jede vermeintliche Börsenweisheit kann auch eine Begründung herbeigezaubert werden. In diesem Fall werden häufig die in den Sommermonaten geringeren Umsätze angeführt. Sinkt die Handelsaktivität, reichen auch kleinere Transaktionen aus, um den Märkten einen Impuls in die eine oder andere Richtung zu geben.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 11. Juli 2014

Autor: Sören Wiedau

Die volkswirtschaftlichen Daten aus Amerika zeigen ein freundliches Bild: Insbesondere die Arbeitsmarktdaten glänzten mit einem starken Zuwachs an neuen Stellen von 288.000 und einem Rückgang der Arbeitslosenrate auf mittlerweile 6,1 Prozent. Dies ist der tiefste Stand seit Oktober 2008. Auch die Befragungen der US-Einkaufsmanager sowie die Konsumentenstimmung bestätigen, dass die US-Wirtschaft sich auf einem stabilen Wachstumspfad befindet.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Juni 2014

Autor: Jan Gengel

Es sind nicht immer die großen Favoriten, die die entscheidenden Punkte machen. Dies gilt sowohl für den Sport als auch für die Kapitalmärkte. Aus dem Fokus geratene Mannschaften oder Börsen setzen mitunter die erfolgreicheren Akzente, so zuletzt die Schwellenländer. Wurden diese 2013 stiefmütterlich behandelt und bereits für die kommenden Jahre abgeschrieben, zeigen sie in diesem Jahr ihr Comeback.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. Juni 2014

Autor: Alexander Lukas

Eigentlich sollte EZB-Präsident Mario Draghi seine Pressekonferenzen schon längst woanders abhalten, nämlich in seinen neuen Räumen im Frankfurter Ostend. Doch die Bauarbeiten verzögerten sich mehrfach und somit auch der Einzug in die neuen Arbeitsräume, der nun für Ende 2014 geplant ist. Als die EZB im Jahr 2003 den Auftrag für einen Neubau in dem Arbeiterviertel vergab, war die Finanzkrise noch nicht absehbar. Ob ein solch kühner Bau für rund 1,2 Milliarden Euro heute allerdings noch denkbar wäre – wer weiß das schon?

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. Juni 2014

Autor: Jens Herdack

Es ist geschafft! 26 Jahre nach seiner offiziellen Einführung erreicht der Deutsche Aktienindex DAX die 10.000 Punkte Marke und damit eine Verzehnfachung seines ursprünglichen Wertes. Die perfekte Geldanlage könnte man meinen, schließlich hätte ein Investor der ersten Stunde im Schnitt 9,25 Prozent im Jahr verdient. Doch geben nur wenige Anleger ihren Investitionen so viel Zeit. Immer wieder werden sie durch Krisen verunsichert und verkaufen ihr langfristig aussichtsreiches Investment.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 23. Mai 2014

Autor: Sören Wiedau

Die veröffentlichten Konjunkturdaten aus Amerika fielen insgesamt durchwachsen aus. Auf der positiven Seite standen die regionalen Stimmungsindikatoren für das verarbeitende Gewerbe sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. So verzeichnete der Stimmungsindikator aus dem Raum New York (Empire Manufacturing Index) den höchsten Stand seit Mitte 2010. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf das tiefste Niveau seit sieben Jahren. Dagegen legten die amerikanischen Konsumenten sowie die US-Industrie erst einmal eine Pause ein.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 9. Mai 2014

Autor: Daniel Schär

Die Politik prägt aktuell stark das Geschehen an den Kapitalmärkten. Außen- und Geldpolitik wechseln sich mit Impulsen ab. Der Ukraine-Konflikt hält die Außenpolitiker der westlichen Welt in Atem. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Nach wie vor ist die weitere Entwicklung der Ukraine unklar. Die wirtschaftliche Bedeutung des Landes ist nicht hoch, es geht jedoch längst um die Vertretung westlicher und russischer Interessen in der Region. Russland zeigt sich selbstbewusst und schwer berechenbar.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 28. April 2014

Autor: Sascha Rehbein

Die Konjunkturentwicklung in den industrialisierten Ländern wird zunehmend dynamischer. Das zeigen in Europa die jüngst veröffentlichten Frühindikatoren: So haben die Einkaufsmanagerumfragen europaweit zuletzt überzeugt und deuten ein moderates Wachstum im aktuellen Jahr an. Auch in Deutschland ist die Stimmung weiterhin sehr positiv, wie unter anderem der ifo-Geschäftsklimaindex gezeigt hat.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 11. April 2014

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus Amerika fielen zuletzt erfreulich aus und bestätigen, dass vor allem die Wetterverhältnisse für die Wachstumsabschwächung im 1. Quartal 2014 verantwortlich waren. Positiv hervorzuheben ist der USArbeitsmarktbericht: Im März wurden 192.000 neue Stellen geschaffen und gleichzeitig das Beschäftigungsplus in den Vormonaten nach oben revidiert. Im Schnitt lag der monatliche Stellenaufbau für das erste Quartal bei 178.000.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. März 2014

Autor: Jens Herdack

Der Konflikt in der Ukraine schwelt weiter, wird aber an den Märkten mit erstaunlicher Gelassenheit gesehen. Wie in der letzten Anlagestrategie erläutert, schätzen zwar auch wir, dass sich die Auswirkungen der Krim-Krise stark in Grenzen halten werden. Wie gelassen die Börsen aber reagiert haben, ist schon beeindruckend. So tauchte der DAX nur ganz kurz unter die 9000er Marke ab. Selbst der sonst extrem sensibel auf Krisen reagierende Ölpreis zuckte nur einmal kurz und notiert aktuell wieder auf seinem Vor-Krisenniveau.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. März 2014

Autor: Jens Herdack

Der Konflikt in der Ukraine hat die Märkte in den letzten Tagen ordentlich durchgeschüttelt. Aus dem zunächst lokal begrenzten Konflikt ist innerhalb kürzester Zeit plötzlich ein Thema globalen Ausmaßes erwachsen. Die Aktienmärkte quittierten den von Russland dementierten Einmarsch auf der Krim mit deutlichen Abschlägen. So verzeichnete beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX innerhalb des Montags knapp 3,5 Prozent Verlust, der russische Aktienindex RTX zwischenzeitlich über 13 Prozent.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Februar 2014

Autor: Daniel Schär

Würde Sie ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr positiv überraschen oder sogar beeindrucken? Uns schon! Genau dieser Wert konnte aktuell der Eurozone für das vierte Quartal vermeldet werden. Das ist der erste positive Wert nach sieben negativen Quartalen. Der rezessive Bereich ist somit verlassen. Der Erholungstrend, den die Frühindikatoren seit dem Spätsommer letzten Jahres zunehmend signalisierten, wird nun also auch in der Realwirtschaft sichtbar.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 14. Februar 2014

Autor: Sascha Rehbein

Dass der Kapitalmarkt nicht nur von Volkswirten und Wirtschaftsmathematikern, sondern auch von Marketingfachleuten beeinflusst wird, zeigt die große Anzahl kreativer Abkürzungen, die im täglichen Finanzjargon genutzt werden: So werden Investitionen in Schwellenländer auf Hochglanzprospekten und Kundenpräsentationen mit „BRIC“, „MINT“ oder „Next 11“ umschrieben und weisen auf die Erfolgsgeschichte der Wachstumsländer hin. Doch am Finanzmarkt kursieren nicht nur positive Abkürzungen. So wurde in den Hochzeiten der Eurokrise mit der Abkürzung „PIIGS“ schnell ein Synonym für die hochverschuldeten Peripheriestaaten gefunden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. Januar 2014

Autor: Alexander Lukas

Wirtschaftskrise, Staatspleiten, Zusammenbruch der Eurozone – wenn sich dieser Tage das „Who is Who“ der Wirtschaftselite im schweizerischen Davos zum Weltwirtschaftsforum trifft, scheinen alle Ängste der vergangenen Jahre um Europa wie verflogen. Und tatsächlich: immer mehr Anzeichen einer Wirtschaftserholung sind zu beobachten. Nicht nur in Deutschland, sondern immer mehr auch in den südeuropäischen Staaten. Frühindikatoren wie das ifo- Konjunkturklima oder Verbraucherumfragen erfreuen schon seit rund einem Jahr.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. Januar 2014

Autor: Jan Gengel

Es hat begonnen. Nein, nicht nur das neue Jahr, sondern auch die Verringerung der Überschwemmung der Kapitalmärkte mit amerikanischem Notenbankengeld. Lange wurde darüber diskutiert und noch mehr spekuliert. Große Verwerfungen wurden mit dem Start befürchtet. Aber passiert ist eigentlich nichts. Seit der scheidende Zentralbankpräsident Bernanke Tatsachen geschaffen hat und den Einstieg in den Ausstieg verkündete, legten die internationalen Aktienindizes zu.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Dezember 2013

Autor: Jens Herdack

Das Jahresende bietet stets die Möglichkeit, einen Moment innezuhalten, sich zurückzulehnen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen; und natürlich über das vor uns liegende Jahr nachzudenken: 2013 war ein sehr ereignisreiches Jahr. Eigentlich bot es mehr als genug Stoff für die Wirtschafts-Geschichtsschreibung eines ganzen Jahrzehnts:

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Dezember 2013

Autor: Sören Wiedau

Die US-Konjunkturdaten fielen insgesamt gut aus. Für positive Überraschung sorgten die Einzelhandelsumsätze, die trotz temporärer Schließung von Teilen der US-Behörden und einer schwächeren Verbraucherstimmung einen Anstieg verzeichneten. Anscheinend wirken sich die gestiegenen Aktienkurse, die Erholung der Immobilienpreise sowie der rückläufige Benzinpreis positiv auf die Konsumfreudigkeit der Verbraucher aus. Der amerikanische Konsument bleibt damit eine große Stütze für die Konjunktur.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. November 2013

Autor: Daniel Schär

Stellen Sie sich vor, es herrscht Deflation, und keiner kriegt es mit. Befragt man breite Kreise der Bevölkerung nach ihrem persönlichen Inflationsempfinden, wäre das Signal eindeutig: Alles wird teurer, und somit haben wir Inflation. Blickt man auf die offiziellen Zahlen der nationalen Statistikbehörden in Europa, so zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Hier sind in einigen Ländern der Eurozone sogar deflationäre Tendenzen zu verzeichnen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. November 2013

Autor: Sascha Rehbein

An den Kapitalmärkten dominiert weiterhin die Geldpolitik der weltweit größten Notenbanken das Geschehen. Bei der gestrigen Notenbanksitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat Präsident Mario Draghi erneut für Aufregung gesorgt: Mit einer unerwarteten Leitzinssenkung auf das neue Rekordtief von 0,25% hat die EZB nun das Zinsniveau der US-Notenbank erreicht. In einem Umfeld schwacher Konjunkturentwicklung, Höchstwerten in der Arbeitslosenquote und deflationären Gefahren innerhalb der Eurozone sah sich Draghi gezwungen entgegenzusteuern.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 25. Oktober 2013

Autor: Sören Wiedau

Die politischen Streithähne in Amerika konnten sich in letzter Minute auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen und verhinderten damit einen Zahlungsausfall der USA sowie ein mögliches Chaos an den Finanzmärkten. Der Kompromiss sieht eine Erhöhung der Schuldenobergrenze bis zum 7. Februar 2014 und einen Übergangshaushalt bis zum 15. Januar 2014 vor. Den ökonomischen Schaden des sogenannten „government shutdowns“ schätzt die Ratingagentur Standard and Poor's auf ca. 24 Mrd. Dollar. Dies würde eine Belastung des US-Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal von ca. 0,5% p.a. bedeuten, was als überschaubare Größe zu werten ist.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 11. Oktober 2013

Autor: Daniel Schär

Aus Geldmangel geschlossene Nationalparks, abgesagte Regierungsreisen, aufgeschobene Veröffentlichungen nationaler Statistikbehörden. Hört sich nach dritter Welt an? Unglaublich aber wahr, es handelt sich dabei um die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt. Seit einiger Zeit schon streiten sich hier die beiden politischen Lager, Demokraten und Republikaner, um die Ausgestaltung des US-Haushaltes und die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama. Bisher verliefen die Gespräche ohne Erfolg.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. September 2013

Autor: Sascha Rehbein

In den letzten Monaten seiner Amtszeit hatte der US-Notenbankchef Ben Bernanke noch eine Überraschung für die Kapitalmärkte parat: Anders als erwartet, hat die Fed ihr Anleihenkaufprogramm nicht gemindert, sondern setzt die Käufe in einem Umfang von 85 Milliarden US-Dollar pro Monat weiter fort. Das Festhalten an ihrer sehr expansiven Geldpolitik begründete Bernanke am vergangenen Mittwoch mit einer nicht zufrieden stellenden Wirtschaftsentwicklung in den USA.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. September 2013

Autor: Jan Gengel

Krisen über Krisen über Krisen. Anscheinend haben sich die Marktteilnehmer so sehr daran gewöhnt, dass es nicht mehr ohne geht. In jedem Fall hört die Suche nicht auf. Und ein altes Sprichwort sagt bekanntlich: Wer suchet, der findet. Vermeintlich fündig geworden sind die Investoren nun in den Wachstumsländern. Seitdem die amerikanische Notenbank geringere Liquiditätszufuhren angedeutet hat, setzte eine regelrechte Kapitalflucht aus Anleihen und Aktien dieser Regionen ein.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 23. August 2013

Autor: Alexander Lukas

Es gibt einen Silberstreif am Horizont: Die Anzeichen, dass die Eurozone das Tal der Tränen durchschritten hat und nun wieder auf Wachstum umgeschwenkt ist, stehen sehr gut. Erstmals seit Herbst 2011 konnte die Wirtschaft in der Währungsunion im zweiten Quartal nach einer ersten Schätzung wieder wachsen. Zwar nur mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal – das ist nach sechs aufeinanderfolgenden schrumpfenden Quartalen aber trotzdem ein wahrer Lichtblick. Damit ist die Rezession – zumindest vorerst – überwunden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 9. August 2013

Autor: Jens Herdack

Während viele einschlägige Zeitschriften sich gerne mit BMI-Problemen (Body-Maß-Index) beschäftigen und anschließend die 100. kreative Kartoffel- oder Sauerkrautdiät für die geneigte Leserin oder den geneigten Leser anbieten, beschäftigen sich Volkswirte lieber mit PMI-Problemen. PMI steht dabei für Purchasing Managers Index und wird mit „Einkaufsmanagerindex“ übersetzt. PMIs stellen die Ergebnisse von Umfragen unter Einkaufsleitern von Firmen dar.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 26. Juli 2013

Autor: Daniel Schär (CFA)

Eine Sache eint die drei führenden Volkswirtschaften der Welt derzeit: alle haben ein Problem mit ihrem strategischen Wirtschaftsmodell. Eine allgemeingültige Musterlösung gibt es leider nicht und somit muss jedes Land eigene Wege aus der Krise finden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 12. Juli 2013

Autor: Sören Wiedau

Die Volkswirtschaftsdaten aus Amerika und Europa fielen zuletzt erfreulich aus. So stieg der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten und signalisiert damit eine wachsende US-Wirtschaft. Erfreulich entwickelte sich auch der Arbeitsmarkt. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft fiel deutlich höher aus, als von den Volkswirten erwartet wurde.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Juni 2013

Autor: Sascha Rehbein

Die Aufmerksamkeit in dieser Woche galt ausschließlich der US-amerikanischen Polit- und Wirtschaftselite. So konzentrierten sich alle Blicke hierzulande auf den Besuch des US-Präsidenten Barack Obama, der bei tropischen Temperaturen vor einem erwartungsvollen Publikum am Brandenburger Tor eine Grundsatzrede hielt und weitere atomare Abrüstungen ankündigte. Einige Stunden später richtete sich ein weiterer einflussreicher US-Amerikaner an ein mindestens ebenso gespanntes Publikum: Hierbei handelte es sich um den Vorsitzenden der US-Notenbank Ben Bernanke, der den Kapitalmarkt über die neuesten Entscheidungen der Fed informierte.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Juni 2013

Autor: Jens Herdack

Ticker sind en vogue. Eine Google-Suche unter dem Stichwort „Ticker“ erbringt derzeit ca. 93.000.000 Ergebnisse: Den Fussballticker, den Wahlticker oder etwa den aktuellen Hochwasserticker. In der heutigen schnellen Zeit der mobilen Informationsgeräte vom Handy bis zum Tablet-PC bleibt wenig Zeit, sich mit einzelnen Nachrichten lange aufzuhalten. Da kommt ein Ticker gerade recht. Wie könnte wohl ein solcher Ticker für das weltweite Wirtschaftsgeschehen in den letzten Wochen ausgesehen haben?

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. Mai 2013

Autor: Jan Gengel

Wann fängt die amerikanische Notenbank FED an, auf die Bremse zu treten? Mit Argusaugen wird derzeit auf jede Äußerung der einzelnen Notenbankvertreter und allen voran deren Vorsitzendem Ben Bernanke geachtet. So auch wieder in dieser Woche, als er vor den US-Kongress trat, um zur aktuellen Zinspolitik Stellung zu nehmen. Groß waren die Sorgen, dass die Liquiditätsversorgung verringert werden könnte. Hängen doch insbesondere in einem wirtschaftlich fragilen Umfeld die Märkte in höherem Maße an den Stimulierungen der Notenbanken. Doch vorerst kann Entwarnung gegeben werden:

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. Mai 2013

Autor: Alexander Lukas

So richtig an Fahrt aufgenommen hat die Weltkonjunktur noch immer nicht, und so lesen sich die Konjunkturprognosen derzeit wenig euphorisch. Schuld daran sind die nach wie vor holprigen Wirtschaftsdaten aus den Wachstumsländern wie China oder Brasilien, die Rezession im Euroraum sowie ein Wirtschaftswachstum in den USA, das unter dem langfristigen Potentialwachstum liegt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 26. April 2013

Autor: Daniel Schär

Negative Konjunkturdaten – positive Kapitalmärkte. Dieser Zusammenhang klingt zunächst unlogisch, ist jedoch an den Börsen in den letzten Tagen der vorherrschende Trend. Dahinter steckt die Hoffnung der Marktteilnehmer, die Europäische Zentralbank (EZB) könnte in den kommenden Wochen erneut die Leitzinsen senken und somit die Konjunktur stützen. Zuletzt enttäuschten die viel beachteten Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone. Allen voran zeigte der Branchenprimus Deutschland Schwächesignale.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 12. April 2013

Autor: Sören Wiedau

Die amerikanischen Konjunkturdaten fielen zuletzt schwächer aus. Mit dem Rückgang der Einkaufsmanagerindizes (ISMIndizes) sowie enttäuschender Arbeitsmarktdaten scheint das Wachstum der amerikanischen Wirtschaft der letzten Monate bereits wieder ins Stocken geraten zu sein. Ein Grund für die schwächeren Zahlen ist, dass die staatlichen Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen jetzt erst langsam zu greifen beginnen. Auch wenn die Wirtschaftsdaten zuletzt schwächer als erwartet ausgefallen sind, befindet sich die US-Wirtschaft immer noch auf einem moderaten Wachstumskurs.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. März 2013

Autor: Jan Gengel

Eigentlich waren die Märkte noch damit beschäftigt, die Nachwehen der Parlamentswahlen in Italien zu verarbeiten, da kommt auch schon das nächste Krisengespenst angeschlichen: eine Zwangsabgabe auf Spareinlagen in Zypern. Bisher ein absolutes Tabu in der Euroschuldenkrise. Ganz schnell werden Erinnerungen an die Ausführungen unserer Bundeskanzlerin aus dem Jahr 2008 wach: „Die Spareinlagen sind sicher“. Und nun das.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. März 2013

Autor: Alexander Lukas

Wirklich überrascht hat es am Ende niemanden mehr: Demokraten und Republikaner erzielten im Dauerstreit um die US-Haushaltsfinanzen erneut keine Einigung. Und so verstrich abermals ein wichtiger Termin. Zum 1. März musste Präsident Obama nun drastische Ausgabenkürzungen anordnen. Diese „Sequester“ genannten Einsparungen belaufen sich bis zum Ende des Steuerjahres auf 85 Milliarden US-Dollar. In den nächsten Jahren sollen die Staatsausgaben dann weiter sinken, so dass sich die gesamten Sparbemühungen auf 1.200 Milliarden US-Dollar aufsummieren.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Februar 2013

Autor: Sascha Rehbein

Seit der vergangenen Woche ist es nun amtlich, dass auch die deutsche Wirtschaftsentwicklung im vierten Quartal rückläufig war. Doch wir befinden uns nicht in schlechter Gesellschaft, da auch die restlichen großen Industrienationen wie z.B. die Vereinigten Staaten, Frankreich, Japan und Italien das vergangene Quartal negativ abgeschlossen haben. Trotz dieser schwachen Entwicklung blicken wir zunehmend positiver auf die globale Konjunktur. Diesen Optimismus leiten wir neben den ansteigenden Auftragseingängen in den USA und Deutschland insbesondere aus den deutlich verbesserten Frühindikatoren ab.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Februar 2013

Autor: Jens Herdack

Das Vertrauen in die Überlebensfähigkeit des Euros ist weitgehend zurückgekehrt. Das sieht man insbesondere an den Einlagen der Sparer in den krisengeschüttelten Peripheriestaaten. So vertrauten beispielsweise Griechen, Italiener und Spanier in den letzten Monaten den lokalen Banken wieder deutlich mehr Geld an, nachdem sie vor nicht allzu langer Zeit in Scharen ihre Einlagen abgezogen hatten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 25. Januar 2013

Autor: Alexander Lukas

Da, wo andere Menschen im Winter Skifahren, treffen sich in diesen Tagen Wirtschaftsexperten, Politiker und Manager zum alljährlichen Weltwirtschaftsforum: im schweizerischen Davos. Das diesjährige Leitthema „Resilient Dynamism“, was sich mit „widerstandsfähiger Dynamik“ übersetzen lässt, ist sehr weit gefasst, und somit findet vermutlich so gut wie jeder Teilaspekt darunter Platz.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 11. Januar 2013

Autor: Daniel Schär

Es war praktisch 5 nach 12, als sich am frühen Neujahrsmorgen die Verhandlungspartner der amerikanischen Demokraten und Republikaner auf einen Kompromiss im monatelangen Haushaltsstreit einigen konnten. Der Absturz von der sogenannten Fiskalklippe konnte weitestgehend vermieden werden. Die Kapitalmarktteilnehmer verfielen prompt in Jubelstimmung, und die Aktienkurse rund um den Globus zogen kräftig an.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Dezember 2012

Autor: Oliver Borgis

Das Jahr 2012 war in vielerlei Hinsicht die Fortsetzung von 2011. Es war geprägt von der andauernden Staatsschuldenkrise mit wachsenden Konjunktursorgen. Und doch gibt es erhebliche Unterschiede, die auf einen Gewöhnungseffekt und die Rückbesinnung auf nachhaltige Erfolgstreiber zurückgeführt werden können. Aus dem Erlernten im Umgang mit der Krise und den erfolgreichsten Anlageklassen des Jahres 2012 lassen sich Merksätze ableiten, die auch 2013 hilfreich bleiben dürften:

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Dezember 2012

Autor: Alexander Lukas

Rund einen Monat nach dem Jahrhundert-Hurrican „Sandy“ werden dessen Auswirkungen auch in den USKonjunkturzahlen sichtbar – zum Beispiel im verarbeitenden Gewerbe oder im Einzelhandel, wo es zu lokal begrenzten Engpässen in den Lieferketten kam. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Beeinträchtigungen nur temporär anhalten und durch Aufholeffekte zumindest teilweise wieder ausgeglichen werden. Stärker wiegen die Sorgen um die Fiskalklippe, die zu einem fallenden Einkaufsmanager-Index im verarbeitenden Gewerbe geführt haben.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 23. November 2012

Autor: Jens Herdack

Kennen Sie den „Black Friday“? Oder den „Cyber-Monday“? Beim „schwarzen Freitag“ werden viele Leser bestimmt an den Börsencrash des Jahres 1929 denken. In den USA ist mit dem „Black Friday“ allerdings ein völlig anderes Ereignis gemeint. Hier bezeichnet der Begriff den Freitag nach Thanksgiving, an dem sich die Einzelhändler in eine Rabattschlacht sondergleichen begeben.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 9. November 2012

Autor: Sören Wiedau

Die US-Wahl ist entschieden: Barack Obama wurde als US-Präsident wiedergewählt. Bei der parallelen Abgeordnetenwahl zum Repräsentantenhaus verteidigten die Republikaner dagegen ihre Mehrheit und dürften die gleiche Anzahl an Volksvertretern stellen wie bisher. Auch im Senat stehen keine Veränderungen an: Die Demokraten stellen auch weiterhin mindestens 51 der 100 Senatoren und können damit ihre knappe Mehrheit verteidigen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. November 2012

Autor: Sascha Rehbein

Ein Wahlkampf, geprägt von hart umkämpften Debatten, unterschiedlichen politischen Perspektiven und hauchdünnen Mehrheiten, fand heute Nacht ein Ende. Der Sieger ist Präsident Barack Obama! Somit darf sich der Amtsinhaber weitere vier Jahre der Verbesserung des maroden Gesundheitssystems, der Unterstützung des schrumpfenden Mittelstandes und dem Aufbau erneuerbarer Energien widmen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 26. Oktober 2012

Autor: Daniel Schär

Achtung! Kommandant verlässt die Brücke! Inmitten einer der schwierigsten Phasen für die Weltwirtschaft der letzten 100 Jahre deutet sich bei den beiden Supertankern USA und China ein Führungswechsel an. Am 6. November 2012, also wie seit mehr als 160 Jahren am Dienstag nach dem ersten Montag im November, wählt das amerikanische Volk seinen Präsidenten. Zwei Tage später beginnt in Peking der 18. Parteitag, auf dem Chinas Kommunisten fast ihre gesamte Führung auswechseln.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 12. Oktober 2012

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem im September die großen Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks für spürbare Entspannung gesorgt haben, sind die Kapitalmärkte aktuell im luftleeren Raum und ohne klaren Trend. Die kommenden Wochen haben allerdings Potential, die Märkte in Bewegung zu bringen: In den Vereinigten Staaten stehen Anfang November inmitten eines schwachen Wirtschaftswachstums die Präsidentschafts- und Kongresswahlen an, die von den Märkten aufgrund der kritischen fiskalpolitischen Situation noch intensiver verfolgt werden als gewöhnlich.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. September 2012

Autor: Alexander Lukas

Die Mühlen der Justiz mahlen sprichwörtlich langsam. Und so hat sich das Bundesverfassungsgericht einige Wochen Zeit gelassen, um über Wohl und Wehe der Euro-Zone und des Euros zu entscheiden. Um es kurz zu machen: Das Gericht hat die Anträge abgelehnt und so den Weg für den dauerhaften Rettungsmechanismus ESM freigemacht. Die Auflagen dafür scheinen realisierbar, so dass international Aufatmen zu vernehmen war.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. September 2012

Autor: Jens Herdack

Es gibt Schicksalstage, sowohl im Leben als auch im Lauf der Weltgeschichte. Als Schicksalstag wird nun auch der 12. September 2012 gehandelt. Nicht nur deshalb, weil das derzeit nach Marktkapitalisierung wertvollste Unternehmen der Welt „Apple“ seiner begierigen Glaubensgemeinde das neue iPhone 5 vorstellt, sondern vor allem, weil das Deutsche Bundesverfassungsgericht an diesem Tag über die Rechtmäßigkeit der Einführung des sogenannten ESM (Europäische Stabilitäts Mechanismus) entscheidet.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. August 2012

Autor: Daniel Schär

Kennen Sie den Begriff „finanzielle Repression“? Nein? Dann wird es höchste Zeit, die Bedeutung zu erklären, da Sie den Wortlaut künftig öfter in der Finanzpresse lesen werden und er deutlichen Einfluss auf Vermögenswerte und deren Erträge hat. Repression ist ein Synonym für Unterdrückung, Hemmung oder Zurückdrängung.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 10. August 2012

Autor: Sören Wiedau

Das Top-Ereignis der letzten zwei Wochen war die EZB-Sitzung. Obwohl Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, einen Plan zur Stützung des Euro und der Anleihenmärkte vorstellte, konnte er den im Vorfeld hohen Markterwartungen nicht gerecht werden. Insbesondere die Tatsache, dass nicht sofortige und konkrete Maßnahmen, sondern nur Pläne, die in den kommenden Wochen noch ausgearbeitet werden müssen, vorgestellt wurden, sorgte unter den Marktteilnehmer kurzfristig für schlechte Stimmung.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 27. Juli 2012

Autor: Jens Herdack

„Deutschland: negativ“. So sieht es die Ratingagentur Moody’s. Zwar tastet sie das AAA-Rating deutscher Staatsanleihen nicht an, versieht es aber mit dem Zusatz „negativer Ausblick“. Das bedeutet nichts anderes, als dass sich die Ratingagentur Sorgen macht, dass Deutschland auf Dauer mit der Rettung Europas überfordert sein könnte. Die deutsche Kanzlerin dürfte sich mit diesem Schuss vor den Bug bestätigt fühlen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 12. Juli 2012

Autor: Jan Gengel

Leitzinssenkungen der EZB, der chinesischen und der dänischen Notenbank, Verlängerung des Anleihentauschprogramms der amerikanischen Zentralbank und die Ausweitung der quantitativen Instrumente der Bank von England. Alles innerhalb kürzester Zeit und dennoch keine konzertierten Maßnahmen? Auch wenn die jeweiligen Vertreter es abstreiten, fühlen sich die Schritte doch wie abgestimmt an.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Juni 2012

Autor: Sascha Rehbein

Allen Sorgen zum Trotz erleben die Kapitalmärkte seit Anfang Juni eine leichte Erholung. Diese Entwicklung wurde geschürt von Hoffungen um ein entschlossenes Vorgehen der EU-Politiker gegen die Eurokrise sowie um expansive Maßnahmen der amerikanischen Notenbank. Nach der Erleichterung über die Wahlen in Griechenland stehen aktuell diverse Treffen der EU-Politiker auf der Agenda, bevor Ende nächster Woche am zweitägigen EU-Gipfel über die Zukunft der Eurozone entschieden wird.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Juni 2012

Autor: Daniel Schär

Griechenland oder Spanien? Während man früher zur aktuellen Jahreszeit als Erstes das nächste Sommerreiseziel mit den Ländern assoziierte, kommen heute Begriffe wie Staatsbankrott oder Bankenkrise schnell in den Sinn. Die aktuelle Lage der beiden Länder spitzt sich zu, und es scheint, als ob ein ereignisreicher Sommer vor uns liegt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 24. Mai 2012

Autor: Jan Gengel

Der „Grexit“ verängstigt weiterhin die Marktteilnehmer. Mit dieser neuen Wortschöpfung verbinden die Finanzmarktteilnehmer die Diskussion über den „Exit“ Griechenlands aus der Eurozone. Konjunkturdaten haben im aktuellen Umfeld nur noch wenig Bedeutung. Stattdessen beherrschen die Sorgen über den Ausgang der Neuwahlen in Griechenland die Finanzmärkte. Wobei sich die Diskussionen gewandelt haben: Mittlerweile rückt das „Wie“ stärker in den Vordergrund als die Frage, ob Griechenland austreten soll.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 11. Mai 2012

Autor: Sascha Rehbein

Die Risikoaversion dominiert wieder die Kapitalmärkte. Die Zweifel am spanischen Bankensystem und die Ungewissheit über die Zukunft Griechenlands in der Eurozone treiben die Investoren in den vermeintlich sicheren Hafen deutscher Staatsanleihen und führen dadurch zu neuen Renditetiefs. Obwohl der Emittent Deutschland auf Grund seiner Verpflichtungen in Milliardenhöhe aus der europäischen Schuldenkrise in den letzten Jahrzehnten noch nie risikoreicher war als aktuell, flüchten die Anleger weiterhin nach Deutschland.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 27. April 2012

Autor: Alexander Lukas

Mailand oder Madrid? – Hauptsache Schuldenkrise. Und somit geraten jetzt die Spanier in die Schusslinie. Deren Risikoaufschläge auf lang laufende deutsche Staatsanleihen haben mit mehr als vier Prozent erneut ein Niveau erreicht, das für die weitere Refinanzierung des Mittelmeerstaates kritisch ist. Auch für kurzfristige Anleihen verdoppelte sich der Zins nahezu.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 13. April 2012

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus den USA fielen zuletzt gemischt aus. Mit lediglich 120.000 neu geschaffenen Stellen sorgten die Arbeitsmarktzahlen für den Monat März für große Enttäuschung unter den Marktteilnehmern. Die Zahlen lassen Befürchtungen aufkommen, dass die Erholung am US-Arbeitsmarkt ins Stocken gerät und sich nicht mit dem Tempo der letzten Monate fortsetzt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 30. März 2012

Autor: Sascha Rehbein

Nachdem sich der Kapitalmarkt über Wochen hinweg ausschließlich auf das Thema Eurokrise konzentriert hat, rücken nun vermehrt fundamentale Daten in den Mittelpunkt. Die aktuelle Situation in der europäischen Realwirtschaft sieht allerdings nicht erfreulich aus: Die Einzelhandelsumsätze stagnieren, die Auftragseingänge schwächeln, und dementsprechend fehlt es der Industrieproduktion an Dynamik.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 16. März 2012

Autor: Alexander Lukas

„Die Hälfte ist mehr als das Ganze“. Diese paradoxe Erkenntnis hat der griechische Dichter Hesiod in seinem Werk „Erga“ bereits vor fast dreitausend Jahren formuliert. Dahinter steckt weitaus mehr, als heute in den griechischen Schuldenschnitt hinein interpretiert werden kann. Und dennoch: An diese Weisheit werden sich derzeit so manche Griechenland-Anleger erinnert fühlen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 2. März 2012

Autor: Jens Herdack

„Geld regiert die Welt!“ – „Geld treibt die Märkte“ müsste es wohl derzeit besser heißen. Denn rund um den Globus wird in letzter Zeit wieder Geld verteilt. Nachdem bereits die USA über Jahre bzw. Jahrzehnte durch niedrige Leitzinsen Geld ins System gepumpt haben, um dann nach Zerplatzen der dadurch entstandenen Immobilienblase die Krise durch wieder neue Liquidität zu bekämpfen, schwenken nun offensichtlich die Notenbanken weltweit auf diese Linie ein. Hinter so wohlklingenden Namen wie „Operation Twist“ in den USA oder „Asset Purchase Facility“ in Großbritannien verbergen sich in Wahrheit nur immer weitere Quellen neuer Liquidität für die Märkte.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. Februar 2012

Autor: Sascha Rehbein

Die Euphorie der ersten Wochen des noch jungen Jahres hat deutlich abgenommen. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage werden die Kapitalmarktteilnehmer gezwungen, der Realität ins Auge zu blicken. Nachdem das Jahr mit sehr positiven Frühindikatoren für die europäische und amerikanische Konjunktur gestartet ist, wurde der Markt in dieser Woche von der Vergangenheit eingeholt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 3. Februar 2012

Autor: Sören Wiedau

Die amerikanischen Konjunkturzahlen fielen in der letzten Woche insgesamt eher durchwachsen aus. Positiv überrascht hat der kräftige Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Güter sowie die Stimmungsaufhellung der Konsumenten und des Industriesektors. Auf der anderen Seite entwickelten sich Arbeits- und Häusermarkt schlechter als erwartet.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Januar 2012

Autor: Daniel Schär

Da waren es nur noch vier! Am vergangenen Freitag nach Börsenschluss holte die US-Ratingagentur Standard & Poor’s zum Rundumschlag in der Eurozone aus und senkte die Bonitätsnoten für den überwiegenden Teil der Euromitgliedsländer. Jetzt verfügen nur noch Deutschland, die Niederlande, Finnland und Luxemburg über die höchste Bonitätseinstufung.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Januar 2012

Autor: Jan Gengel

Die Gewitterwolken über dem europäischen Konjunkturhimmel haben sich über den Jahreswechsel ein wenig aufgelockert, aber noch nicht verzogen. Stattdessen scheinen sie sich über den ohnehin schon im Abschwung befindlichen Ländern neu zu formieren, während in Deutschland erste Sonnenstrahlen in Form verbesserter Wirtschaftsindikatoren zu spüren waren.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 16. Dezember 2011

Autor: Alexander Lukas

In der Weihnachtszeit ist es allgemein üblich, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und über die geschehenen Dinge zu reflektieren. Im Dezember wagt man aber auch den Blick nach vorne – und so haben auch Prognosen wieder Hochkonjunktur. Angesichts der derzeit von politischen Entscheidungen stark abhängigen Entwicklungspfade der Kapitalmärkte verzichten wir allerdings in diesem Jahr bewusst auf den Blick in die Glaskugel.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 2. Dezember 2011

Autor: Jens Herdack

„Die Notenbanken pumpen Geld ins System“, „Notenbanken kaufen Zeit“, „Krise zwingt Notenbanken zur Rettungsaktion“, so titeln die großen Wirtschaftsblätter in Deutschland. Da passt es, dass wir noch im letzten „Anlagestrategie aktuell“ einen Satz des bekannten Investors Warren Buffett zitiert hatten: „Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat.“

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. November 2011

Autor: Alexander Lukas

„Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat.“ Diese Börsenweisheit geht auf Star-Investor Warren Buffett zurück. Im aktuellen Kontext bedeutet sie ungefähr dies: Wenn die Investoren den Geldhahn zudrehen, kann auch Italien ebenso wie Griechenland von der hohen Staatsverschuldung übermannt werden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. November 2011

Autor: Daniel Schär

Dem Rausch folgt die Ernüchterung. Die Partystimmung an den Kapitalmärkten währte lediglich 48 Stunden. Nachdem am frühen Donnerstagmorgen der vergangenen Woche die übermüdeten Politiker einen Durchbruch beim Verhandlungsmarathon zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise vermelden konnten, verfielen die Kapitalmärkte in Jubelstimmung. Der DAX konnte über 5 Prozent zulegen – normalerweise ist das fast eine Jahresentwicklung für Aktienmärkte.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Oktober 2011

Autor: Jan Gengel

2.000.000.000.000 Euro. So hoch könnte die Brandmauer errichtet werden, die ein Übergreifen der griechischen Misere auf andere Länder der europäischen Währungsunion verhindern soll. Interessanterweise soll dieser Betrag durch eine Hebelung des Volumens der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) erreicht werden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Oktober 2011

Autor: Jens Herdack

Es fällt schwer, dieser Tage ein klares Bild für die Konjunkturentwicklung und die Reaktion der Märkte zu zeichnen. So haben zahlreiche Frühindikatoren, wie der bekannte ifo-Index oder der US-amerikanische Index zum Konsumentenvertrauen der Universität Michigan, in den letzten Wochen begonnen, sich einzutrüben.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 16. September 2011

Autor: Daniel Schär

An den Kapitalmärkten tobt weiterhin ein heftiger Sturm. Ausufernde Staatsschulden, Abschreibungsbedarf in europäischen Bankbilanzen und eine sich abflachende Weltkonjunktur sorgen für ein Dauertiefdruckgebiet. Für sich allein genommen sind die Zahlen aus der Realwirtschaft bisher aber noch nicht besorgniserregend.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 2. September 2011

Autor: Daniel Schär

Die Achterbahnfahrt der Kapitalmärkte geht weiter. Was kommt nach der rasanten Talfahrt – der Looping oder die unangenehme Abwärtsspirale? Beschleunigung nimmt die wilde Fahrt immer auf, wenn sich die Politik offiziell zu Wort meldet bzw. Konjunkturindikatoren veröffentlicht werden. In den Meldungen ist sowohl für die Optimisten als auch für die Pessimisten etwas dabei.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 19. August 2011

Autor: Sascha Rehbein

Rezessionsängste und die Unsicherheit über die Fortsetzung der Eurokrise bewegen weiterhin die Kapitalmärkte. Insbesondere der deutsche Aktienmarkt war von heftigen Bewegungen betroffen. Nachdem der DAX elf Verlusttage in Folge verzeichnete, fiel die erhoffte Gegenreaktion bisher sehr enttäuschend aus.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 12. August 2011

Autor: Oliver Borgis

Anlagestrategie aktuell zur Verschuldungskrise
Aus der Finanzmarktmarktkrise ist eine Verschuldungskrise geworden. Das ist nicht einmal eine neue Erkenntnis, die Kapitalmärkte hat es aber scheinbar wie der Schlag getroffen. Es ist auch auf die Konjunkturpakete der letzten Jahre zurückzuführen, dass beispielsweise der Verschuldungsgrad der USA von rund 63% Anfang 2007 auf nunmehr 100% angestiegen ist.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. August 2011

Autor: Jens Herdack

Präsident Obama war sichtlich erleichtert, als er die Einigung der Demokraten und Republikaner zur Anhebung der USSchuldengrenze verkündete. Doch so richtig zufrieden schienen beide politischen Lager mit dem ausgehandelten Kompromiss nicht zu sein. Das ist auch mehr als verständlich, denn die Anhebung einer sich selbst gesetzten Obergrenze löst das dahinterstehende Problem einer zu hohen Verschuldung in keinster Weise.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 22. Juli 2011

Autor: Alexander Lukas

Die Zeit für eine Einigung im Schuldenstreit zwischen Demokraten und Republikanern wird trotz der kleinen Annäherungen in den letzten Tagen immer knapper. Gelingt es nicht, bis zum 2. August eine Einigung über die Schuldenobergrenze der USA herbeizuführen, droht schlimmstenfalls der Zahlungsstopp.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Juli 2011

Autor: Sören Wiedau

Die europäische Schuldenkrise bleibt weiterhin das beherrschende Thema an den Märkten. Mit der Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket konnte das Schlimmste – der Konkurs Griechenlands – vorerst abgewendet werden. Allerdings besteht Uneinigkeit hinsichtlich der Ausgestaltung des zweiten Hilfspakets und vor allem darum, inwiefern private Gläubiger an der Rettung Griechenlands beteiligt werden sollten.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. Juni 2011

Autor: Daniel Schär

Die Meldungen bezüglich Griechenlands und des notwendigen Hilfspaketes überschlagen sich dieser Tage geradezu. In der Flut der Nachrichten ist es schwer, eine Tendenz auszumachen, und diese Unsicherheit macht alle Marktteilnehmer nervös. Fest steht nur, dass ohne neue Hilfen Griechenland der Bankrott droht. Es wird also sicherlich eine Einigung in letzter Minute geben, da alle beteiligten Parteien einen Zusammenbruch mit allen Mitteln vermeiden wollen. Ob und wie der Privatsektor, zu dem auch die Banken gehören, einbezogen wird, ist hingegen weiter unklar.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 7. Juni 2011

Autor: Sören Wiedau

Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die Spekulationen über das Verschuldungsproblem Griechenlands zehren momentan an den Nerven der Investoren. Die Erkenntnis, dass Griechenland unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Kapitalmarktkonditionen und der schwachen Konjunkturentwicklung nächstes Jahr nicht wie vom Hilfsprogramm vorgesehen an den Kapitalmarkt zurückkehren kann, ließen Spekulationen hinsichtlich der weiteren Finanzierung des Landes aufkommen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 20. Mai 2011

Autor: Daniel Schär

Tick Tack, Tick Tack ... unaufhörlich und ohne Gnade tickt die Schuldenuhr. Wie Kapitän Hook in der Geschichte von Peter Pan sollte auch uns künftig ein Schauer über den Rücken laufen, wenn wir das Ticken hören. Nicht nur Staaten wie Griechenland oder Irland, sondern auch vermeintlich solide Länder wie die USA kämpfen vermehrt mit ihren ausufernden Staatsschulden.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 6. Mai 2011

Autor: Alexander Lukas

Nachdem vor kurzem die Ratingagentur Standard and Poor’s die seit Aufzeichnung lupenreine Kreditwürdigkeit der USA (AAA-Rating) mit dem Makel eines negativen Ausblicks behaftet hat, gab es nach Ostern ein weiteres Novum: Die erste Pressekonferenz in der beinahe hundertjährigen Geschichte der US-Notenbank Fed.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. April 2011

Autor: Jan Gengel

Steht den USA nun ein ähnliches Schicksal wie Griechenland bevor? In dieser Woche wurden die Märkte wieder einmal durch die Aktion einer Ratingagentur geschockt. Die amerikanische Gesellschaft Standard & Poor’s hat ihren Ausblick für die Bonitätseinschätzung der USA mit einem negativen Ausblick versehen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. April 2011

Autor: Sascha Rehbein

Als eine der ersten großen Notenbanken hat die EZB gestern die Zinswende am Rentenmarkt eingeläutet. Gemäß den Erwartungen veröffentlichte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte auf nun 1,25 Prozent. Trotz der weiterhin anhaltenden Schuldenproblematik in der Peripherie Europas erwarten wir, dass die EZB zwei bis drei weitere Zinsschritte in diesem Jahr vollziehen wird, um somit die anschwellende Inflation zu bekämpfen und ihre politische Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. März 2011

Autor: Jens Herdack

Anlagestrategie aktuell – Japan spezial
Unser heutiges Anlagestrategie aktuell muss sich leider mit einem Ereignis und seinen Folgen beschäftigen, von dem wir uns alle gewünscht hätten, dass es niemals eintritt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Erdbeben-, Tsunami- und Nuklearkatastrophe in Japan.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 4. März 2011

Autor: Alexander Lukas

Die arabische Welt kommt nicht zur Ruhe. Nach den Protesten in Tunesien und Ägypten kommt es mittlerweile in vielen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens zu teilweise schweren Auseinandersetzungen. Die politische Instabilität in diesen Ländern geht an der westlichen Welt nicht spurlos vorüber:

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. Februar 2011

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt gemischt aus. Die Einzelhandelsumsätze für den Monat Januar sind mit 0,3% weniger stark gewachsen, als von den Marktteilnehmern ursprünglich erwartet wurde. Etwas widersprüchliche Daten kamen vom Arbeitsmarktbericht: Zwar reduzierte sich die Arbeitslosenrate von 9,4% auf 9,0%, gleichzeitig lag aber die Neueinstellung im privaten Sektor deutlich unter den Erwartungen der Volkswirte.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 04. Februar 2011

Autor: Jens Herdack

In den USA sehen wir inzwischen vereinzelte Lichtblicke. Beispielsweise hat sich das ISM-Geschäftsklima, welches vereinfacht gesprochen die Stimmung in der Industrie misst, zuletzt verbessert. Auch hat der private Konsum bei der letzten Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes einen erfreulich positiven Beitrag gezeigt.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 21. Januar 2011

Autor: Alexander Lukas

Die Arbeitslosenquote in den USA ist überraschend kräftig von 9,8 auf 9,4 Prozent gefallen. Wenn man einzig auf diese plakative volkswirtschaftliche Kennzahl schaut, ist man schon fast geneigt, das Ende der Krise auszurufen. Wie Sie, liebe Leser, es von uns gewohnt sind, möchten wir an dieser Stelle den Rückgang der Arbeitslosigkeit allerdings gerne kritisch hinterfragen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 07. Januar 2011

Autor: Daniel Schär

Die Eingangsworte unserer ersten Anlagestrategie in diesem Jahr deuten schon die grobe Marschrichtung für das kommende Jahr an. Wir erwarten eine positive Konjunkturentwicklung in den großen westlichen Volkswirtschaften und den aufstrebenden Wirtschaftsnationen wie beispielsweise China.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. Dezember 2010

Autor: Alexander Lukas

In der Vorweihnachtszeit, die eigentlich auch der Besinnung und Reflektion dienen sollte, können wir keine nennenswerte Entspannung der Konjunktur in Europa feststellen. Betrachtet man die Risikoaufschläge, die derzeit für Anleihen krisengeplagter Staaten bezahlt werden müssen, kommt wahrlich keine Weihnachtsstimmung auf.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 03. Dezember 2010

Autor: Daniel Schär

So wie der Schnee dieser Tage die triste, graue und raue Winterlandschaft mit einer weißen Haube überzieht und die Menschen von einer perfekten weißen Weihnachtswunderwelt träumen lässt, so sorgen an den Kapitalmärkten bessere Konjunkturdaten aus Amerika und China derzeit für ein Überdecken der wirtschaftlichen Probleme.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 18. November 2010

Autor: Jens Herdack

Würden Sie einem Bekannten Geld leihen, der gerade sein gesamtes Jahreseinkommen in ein marodes Unternehmen investiert hat, welches zudem selbst mit säumigen Schuldnern zu kämpfen hat? Das fragen sich aktuell auch potentielle Investoren irischer Staatsanleihen.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 5. November 2010

Autor: Sören Wiedau

Die Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt gemischt aus. Für positive Überraschung sorgte der Anstieg der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor. Beide Indizes weisen auf ein weiteres Wachstum hin.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 8. Oktober 2010

Autor: Alexander Lukas

Wir konnten an dieser Stelle zuletzt von einigen Lichtblicken am Konjunkturhorizont berichten. Doch voreiliger Optimismus ist sicher fehl am Platze und Vorsicht das Gebot der Stunde, denn in der Zwischenzeit erreichten uns wieder tendenziell negative Nachrichten aus den USA.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 17. September 2010

Autor: Sören Wiedau

Nachdem der Monat August noch enttäuschende Konjunkturdaten aus Amerika zeigte, ist jetzt wieder unter den Anlegern der Optimismus zurückgekehrt. Auslöser für den Stimmungsumschwung waren einige besser als erwartet ausgefallene Daten, die die Sorgen der Marktteilnehmer über ein erneutes Abgleiten der US-Wirtschaft in die Rezession ("double-dip") entschärft haben.

Finanzmarkt aktuell - der Kommentar der Weberbank per 3. September 2010

Autor: Daniel Schär

Mit dem 1. September begann in dieser Woche nicht nur aus meteorologischer Sicht der Herbst, sondern an den Börsen der statistisch schlechteste Börsenmonat. In keinem anderen Monat schnitten in den letzten 30 Jahren die Börsen im Mittel schlechter ab.