Die Deutsche Oper Berlin – Berlins größtes Opernhaus

Die Deutsche Oper Berlin ist Berlins größtes Opernhaus. In ihrer modernen, geradlinig-eleganten Architektur prägt sie das Stadtbild in Charlottenburg seit ihrem Wiederaufbau im Jahr 1961 und bietet mit 1.860 Plätzen beinahe allabendlich ihrem Publikum Opern und Konzert sowie Ballette, die von der Kompagnie des Staatsballetts Berlin aufgeführt werden. Sie möchte ein Ort des Kunstgenusses aber auch der Kunstdiskussion sein: So bilden die weitläufigen Foyers den Treffpunkt für ein treues, kritisches und stimmstarkes Publikum von Jung bis Älter.

Abendaufnahme der Deutschen Oper Berlin mit beleuchteter Glasfassade, durch die das Innere des Gebäudes sichtbar ist. Im Vordergrund verläuft eine mehrspurige Straße mit roten Lichtspuren vorbeifahrender Autos.

Bild © Anja Steinmann.

Bereits 1912 erbauten sich die Charlottenburger Bürger ein Opernhaus an derselben Stelle, in dem sie – vor allem in Konkurrenz zur „aristokratischen“ Staatsoper Unter den Linden – ihre Vorstellungen von „demokratischer Kunst“ baulich ausdrückten: Gestern wie heute bestimmen eine hervorragende Akustik und eine Sitzausrichtung aller Plätze direkt zur Bühne dieses Ideal.

Ein erstklassiges Ensemble und internationale Stars präsentieren das an Regiehandschriften reiche Repertoire von Mozart über Verdi, Wagner, Puccini, Strauss, Meyerbeer, Britten bis zu großen Opern der 20er Jahre wie Schreker, Zemlinsky, Respighi oder Zandonai sowie zum zeitgenössischen Musiktheater in seinen Facetten.

Im Sommer 2012 übernahm Dietmar Schwarz die Intendanz der Deutschen Oper Berlin, die er programmatisch mit Helmut Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ eröffnete. Denn die Präsentation zeitgenössischen Musiktheaters ist ihm ein besonderes Anliegen: In den darauffolgenden Spielzeiten wurden Aufträge für Kompositionen an Andrea Lorenzo Scartazzini, Aribert Reimann, Detlev Glanert, Chaya Czernowin, Giorgio Battistelli und Rebecca Saunders vergeben. Neben der Erneuerung des klassischen Repertoires durch Regisseure wie Christof Loy, Robert Carsen, Christian Spuck, Tobias Kratzer, Stefan Herheim und Benedikt von Peter bildet die französische Grand Opéra einen Programmschwerpunkt: So erfuhren die wichtigsten Werke von Giacomo Meyerbeer oder Hector Berlioz an der Deutschen Oper Berlin Neuproduktionen. Im Jahr 2012 eröffnete Dietmar Schwarz zudem eine zweite Spielstätte, die Tischlerei, und schuf damit einen geradezu perfekten Raum für Experimente mit neuen Formen des Musiktheaters, für genreübergreifende Uraufführungen, für Kindermusiktheater sowie für partizipative und integrative Projekte des Jugendprogramms der Jungen Deutschen Oper.

Die Intendanz von Dietmar Schwarz endet mit der Saison 2024/25 am 26. Juli 2025. Für die Saison 2025/26 übernimmt der langjährige Operndirektor Christoph Seuferle die künstlerische Leitung.

Das Orchester unter seinem Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles gehört zu den herausragenden Klangkörpern und erhielt wiederholt Einladungen zum Musikfest Berlin und den BBC Proms. Sir Donald Runnicles begann seine Amtszeit hier im Jahr 2009 und wird noch bis zum Ende der Saison 2025/26 als Generalmusikdirektor wirken. Er wird sich mit zwei Zyklen des RING DES NIBELUNGEN in der Inszenierung von Stefan Herheim von seinem Publikum verabschieden.

Die Deutsche Oper Berlin ist Teil der Stiftung Oper in Berlin. Jetzt mehr erfahren: www.deutscheoperberlin.de

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