Autor: Klaus Siegers
Klaus Siegers ist Vorsitzender des Vorstandes der Weberbank und verantwortlich für die Bereiche Strategie, Personal und Beratung institutioneller Kunden.
KENNEN SIE DAS? Sie bekommen plötzlich Nachrichten, E-Mails oder Briefe in beeindruckender Qualität von Menschen, die sich früher eher nicht durch sprachliche Fertigkeiten ausgezeichnet haben. Der sich aufdrängende Eindruck: KI lässt grüßen. Allerdings wäre Dünkel hier in meinen Augen die falsche Reaktion. Wenn wir am Ende alle besser, eleganter (und richtiger) schreiben, dann ist das doch kein beklagenswerter Umstand. Wenn wir aber alle irgendwie das Gleiche schreiben, schon. Der Umgang mit KI muss also mit Augenmaß erfolgen.
KAUM EINE TECHNISCHE ENTWICKLUNG hat in den letzten Jahren die Wirtschaft so nachhaltig verändert wie die rasanten Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz – man kann von einer Revolution sprechen, einer Zäsur, vergleichbar mit Innovationen wie dem Computer oder dem Internet. Insbesondere Sprachmodelle – also digitale Systeme, die menschliche Sprache verstehen und generieren können – eröffnen eine Vielzahl nutzerfreundlicher Möglichkeiten, die Produktivität zu steigern und Prozesse zu optimieren. Weiter hinten in dieser Ausgabe von diskurs finden Sie mehr dazu. Als Weberbank erkennen wir diese Chancen an. Wie wir sie optimal für Sie und uns nutzbar machen, dazu haben die Überlegungen erst begonnen. So oder so – wir werden mit der gebotenen Sorgfalt vorgehen.
DIE ÖKONOMISCHEN VORTEILE liegen auf der Hand: KI analysiert in Sekunden Datenmengen, für deren Sichtung der Mensch Tage benötigen würde. Sie erkennt Muster, kalkuliert Risiken und automatisiert administrative Tätigkeiten mit einer Präzision, die ihresgleichen sucht. Gerade Sprachmodelle sind dort stark, wo Sprache, Information und Geschwindigkeit ineinandergreifen – etwa bei der Analyse von Finanznachrichten, bei der automatisierten Übersetzung internationaler Marktberichte oder im digitalen Kundenservice.
DOCH BEI ALLER FASZINATION FÜR DIESE NEUE TECHNIK ist es mir wichtig zu betonen, was KI eben nicht kann – und wohl niemals können wird: echte menschliche Nähe schaffen. Vertrauen, Empathie, Fingerspitzengefühl, Diskretion und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen – all das bleibt dem Menschen vorbehalten. Der persönliche Austausch zwischen unseren erfahrenen Beraterinnen und Beratern und Ihnen ist kein entbehrliches Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern der Kern einer jeden anspruchsvollen Vermögensbetreuung, das wissen und erleben Sie. Darauf kommt es an!
KI KANN ALSO DORT SINNVOLL SEIN, wo sie Prozesse beschleunigt, Wissen verfügbar macht und Qualität steigert. Für uns definitiv niemals, um den Menschen zu ersetzen, sondern um ihn zu stärken. Die Beraterinnen und Berater gewinnen Zeit für das Wesentliche: das Gespräch, die strategische Reflexion, das gemeinsame Entwickeln für Sie maßgeschneiderter Lösungen. Alles zusammen ergibt ein Beratungsverständnis, das für die digitale Moderne offen ist, aber im Menschlichen wurzelt.
ICH FINDE ES MITUNTER AUF WOHLTUENDE WEISE beruhigend, dass es in einer Welt, in der die Innovationszyklen immer kürzer werden und der technische Fortschritt immer beeindruckender ist, Bereiche gibt, die davon völlig unberührt bleiben. Ob, wie früher, mit einem Federkiel in der Hand oder mit einem Tablet wie heute – die Beratung bei einer Privatbank wird immer Interaktion unter Menschen bedeuten.
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