© Deutscher Tierschutzbund e.V.
Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes e.V., mit ihrem Hund Fine.
Das Engagement des Deutschen Tierschutzbundes e.V. ist für das Tierwohl essenziell. Die vom Verein gegründete Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes unterstützt dabei mit Kapitalerträgen – für mehr Planungssicherheit bei Projekten, Aktionen und in der Tagesarbeit.
Sie verbergen sich auf Industriebrachen und am Rande von Grünanlagen: Mehrere Millionen Straßenkatzen haben kein Zuhause, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund: „Das hat sich zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland entwickelt.“ Seit zwei Jahren sorgt der Dachverband der Tierheime und Tierschutzvereine dafür, dass es nicht unbemerkt bleibt, und seine Kampagne zeigt Wirkung: Die Zahl der Kommunen, die der Vermehrung der Freigängerkatzen mit einer Kastrationspflicht begegnen, hat sich nahezu verdoppelt.
Überhaupt hat der so geduldige wie energische Einsatz des Tierschutzbundes auf politischer Ebene einiges erreicht: Bereits 2009 wurde in Deutschland die Käfighaltung von Hennen in den klassischen Legebatterien gesetzlich verboten, die betäubungslose Ferkelkastration 2021. „Den wichtigsten Erfolg haben wir im August 2002 erzielt“, sagt Lea Schmitz, „da wurde der Tierschutz als Staatsziel in das Grundgesetz aufgenommen.“ Seitdem heißt es in Artikel 20a, dass der Staat die Tiere schütze. Aber, fügt die Sprecherin des Vereins hinzu, es gebe noch viel zu tun, damit Gesetze und Verordnungen dem Staatsziel auch gerecht würden – und politische Arbeit kostet Geld. Genau wie die wissenschaftliche Arbeit, die Unterstützung von Tierheimen oder Rettungsprojekte nach Katastrophen wie der Flut im Ahrtal. Dazu kommen eigene Einrichtungen wie das Tierschutzzentrum Weidefeld, das Schafe, Pferde und Bären beherbergt.
All das muss finanziert werden. „Als Verein sind wir auf unsere Fördermitglieder, auf Nachlässe und Spenden angewiesen“, sagt Schmitz. „Das zivilgesellschaftliche Engagement der Deutschen ist bemerkenswert, aber wir müssen leider auch feststellen, dass sich viele Menschen um ihre wirtschaftliche und politische Zukunft sorgen. So etwas beeinflusst natürlich das Spendenverhalten.“ Gleichzeitig steige die Zahl der Tiere, die Hilfe brauchen: „Die uns angeschlossenen Tierheime sind nicht am Limit, sie sind zum Teil schon darüber hinaus.“ Zum Ende der Coronapandemie habe man einen regelrechten Schub an abgegebenen Haustieren erlebt. „Was passiert, wenn die Tierheime voll sind? Die Heime haben eine gesellschaftliche Aufgabe, sie brauchen mehr finanzielle Mittel von Städten und Gemeinden und auch die Unterstützung vom Staat.“
Der deutsche Tierschutzbund, 1881 in Wiesbaden gegründet, ist der größte Tierschutzdachverband in Europa. Damit ist ihm eine besondere Verantwortung auferlegt. Um das Engagement verlässlich abzusichern, gibt es seit 2008 die gemeinnützige Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. „Viele Tierfreunde bedenken uns in ihrem Testament, und das Erbe fließt ins Stiftungsvermögen ein“, sagt Lea Schmitz. „Auch zu Lebzeiten sind Zuwendungen in das Stiftungsvermögen möglich, oder zum Beispiel die Gründung einer Treuhandstiftung.“
Die Stifter, Förderer und Unterstützer ermöglichen auch Bildungsarbeit. Die einjährige Weiterbildung zum Tierschutzlehrer qualifiziert fachlich und didaktisch, um Unterrichtsbesuche gestalten zu können. Aber immer geht es wie in der aktuellen Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ um den täglichen Einsatz für das Wohl der Tiere. Darum, ihr unbemerktes Leid sichtbar zu machen, um es zu mindern.
Berliner Stiftungstag
Am 21. November findet der 15. Berliner Stiftungstag statt. Unter dem Motto „Zukunft stiften – gemeinsam, wirksam, glaubwürdig“ präsentieren sich Stiftungen mit ihren aktuellen Projekten und Initiativen, die sich für den gesellschaftlichen Wandel einsetzen. Die Weberbank freut sich, den Berliner Stiftungstag auch in diesem Jahr wieder unterstützen zu dürfen. www.berliner-stiftungstag.info
Text: Anke Bracht
Datum: Oktober 2025
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