© Michael Reger / Take The Magic Step
Uta Pippig
Uta Pippig zählt zu den bekanntesten Sportgrößen des Landes. Warum der Berlin-Marathon etwas ganz Besonderes für sie ist und was ihr die Stadt bedeutet, erzählt sie hier.
Frau Pippig, was gab den Ausschlag für den Start Ihrer Karriere als Langstreckenläuferin?
Es war die Freude, die ich beim Laufen empfand. Im Abendlicht auf einem kleinen selbst gelegten Pfad die Sonnenuntergänge in den Sommerferien zu genießen. Ich war 13 Jahre alt. Mit der Zeit gesellte sich das Gefühl der Freiheit beim Laufen dazu. Ich genieße die Erweiterung der Bewegungen, selbst der Gedanken.
Sie sind dreimal den Berlin-Marathon gelaufen, haben jedes Mal gewonnen. Wie fühlt sich der Marathon in Berlin im Vergleich zu Boston oder New York an? Was ist das Besondere?
Der Berlin-Marathon ist mein Heimat- und Lieblingslauf! Wie kann ich da vergleichen? Boston steht für Tradition und das sportbegeisterte Publikum in Neuengland. New York prahlt regelrecht mit seiner herausfordernden Strecke durch die verschiedenen Stadtteile und der tollen Atmosphäre im hügligen Central Park. Berlin hat eine der schnellsten Marathonstrecken der Welt, top organisiert von SCC Events. Das Highlight: nach 42 Kilometern mit Gänsehaut durch das Brandenburger Tor laufen!
In Berlin engagieren Sie sich auch mit Ihrer Foundation Take The Magic Step, die Sie 2008 gegründet haben …
Gemeinsam mit meinem Partner Michael Reger fördern wir Bildung und Wohlbefinden für Kinder und Jugendliche. In Berlin arbeiten wir mit Children for a better World e. V. und dem Berlin-Marathon zusammen, unterstützen mit Run for Children fünf karitative Einrichtungen.
Sie geben Ihre Erfahrungen aus Ihrer Sportkarriere als Speakerin, Coach und Publizistin weiter. Welcher Bereich bereitet Ihnen besonders viel Freude?
Das Thema mentale und lebenslange Fitness. Die Veränderungen, die Menschen vollziehen können, wenn sie dranbleiben. Die Vortagsreihe „Take the Magic Step“ beinhaltet die Extrameile zum Erfolg und zu lebenslanger Fitness sowie „Running To Freedom – Laufend in die Freiheit“, erweitert mit Inhalten aus meinen Studien der Medizin, Ayurveda und Meditation. Mein F.R.E.E. Framework ist ein mentales Konzept, individuell angepasst.
Sie leben in Berlin. Was verbindet Sie mit der Stadt?
Heimat, Freunde, Familie und Freiheit. Ich liebe Berlin. Und seit dem 1990er-Wiedervereinigungsmarathon dieses Wirgefühl, das man heute wieder in dieser offenen, pulsierenden Stadt spüren kann. Die Berliner Stimme geht einem einfach unter die Haut. Wenn es die Zeit erlaubt, in den Museen und den kleinen Galerien und gern mit meiner Kamera an den Seen im Grunewald sein, um die Abendsonne, das wunderbare Licht, zu erhaschen …
Foto: © Michael Reger / Take The Magic Step
Datum: Oktober 2025
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