Das Bild zeigt Hagen Stamm, den ehemaligen Profi-Wasserballspieler und -trainer, Präsident der Wasserfreunde Spandau 04, auf der Weberbank-Bank in der Lehr- und Schwimmhalle Schöneberg.

Die „Weber-Bank“ mit Hagen Stamm

In jeder Ausgabe geben uns Persönlichkeiten auf der „Weber-Bank“ Einblicke in ihr Leben. Sie zeigen uns einen Ort, der für sie eine besondere Bedeutung hat und an dem sie ihr Bank-Geheimnis mit uns teilen.

Er zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Wasserballs: Hagen Stamm. Der ehemalige Weltklassesportler und spätere Bundestrainer engagiert sich seit vielen Jahren als Präsident des Vereins Wasserfreunde Spandau 04. Sportlicher Ehrgeiz liegt ihm im Blut – der Vater Ringer, die Mutter Schwimmerin. Kennengelernt haben sich die Eltern in jenem Verein, der für ihn früh zur zweiten Heimat wurde. „Mit sechs Jahren begann ich als Schwimmer, mit zwölf zog es mich unwiderruflich zum Wasserball: Im Team gemeinsam gewinnen und verlieren, das war für mich schon als Junge der größte Reiz.“

Stamm schwärmt bis heute von seiner Sportart. Anders als beispielsweise beim Fußball erlebe man viele Tore, Tempo und körperliche Präsenz der Athletinnen und Athleten. Wie attraktiv Wasserball sein kann, zeigen für ihn die Mittelmeerregion und der Balkan, wo Spiele im Sommer ganze Stadien füllen – zuletzt verfolgten in Belgrad mehr als 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer das EM-Finale zwischen Serbien und Ungarn. Hagen Stamms eigene Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Mit Wasserfreunde Spandau 04 holte der Ausnahmesportler 14 deutsche Meistertitel in 14 Jahren und vier Siege in der europäischen Champions League. Unvergessen bleibt für ihn die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles – auch weil er sich 1980 als junger Topspieler vom bundesdeutschen Boykott von Olympia in Moskau um seine große Chance gebracht sah. Später als Bundestrainer war der Einmarsch ins Olympiastadion von Peking 2008 ein weiterer Höhepunkt, Arm in Arm mit seinem Sohn und seinem Schwiegersohn, beide in der Nationalmannschaft.

Trotz Angeboten aus Italien blieb Stamm seinem Berliner Heimatverein stets treu – mit einem Augenzwinkern spricht er vom „Uwe-Seeler-HSV-Syndrom“. Seit rund 60 Jahren ist er Mitglied bei den Wasserfreunden, seit 1994 Vereinspräsident und stolz auf die mehr als 3.000 Mitglieder. Besonders am Herzen liegt ihm heute die Nachwuchsarbeit: „Bei unserem Kita-Schwimmprojekt holen wir mehr als 500 Kinder pro Woche mit eigenen Bussen aus den Kitas ab und bringen ihnen das Schwimmen bei“, sagt Stamm. Aus den vielen Tausend Kindern, die durch diese Aktivitäten schwimmen gelernt haben, rekrutiert sein Verein den Nachwuchs für die Schwimmabteilung, Wasserball, Modernen Fünfkampf und Triathlon. Die „Weber-Bank“ steht heute in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, in der die Wasserfreunde derzeit trainieren und ihre Spiele austragen. Der Ort, an dem Hagen Stamm zu Hause ist.

Text: Anke Bracht
Foto: © Jérôme Depierre / https://www.jerome-depierre.com/
Datum: März 2026

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