Gruppenportrait der drei Co-Gründer von Peec AI, Tobias Siwonia, Marius Meiners und Daniel Drabo.

© Peec AI
Das Gründerteam von Peec AI (von links): Tobias Siwonia, Marius Meiners und Daniel Drabo. 

PEEC AI – Mehr Sichtbarkeit für Unternehmen durch KI

Immer mehr Internetnutzerinnen und -nutzer, wählen statt klassischer Suchmaschinen KI-Modelle wie ChatGPT und Perplexity, um zu recherchieren. Prompten statt Keywords, das hat Folgen: Unternehmen und Marken, die eben noch im Ranking ganz vorn lagen, sind plötzlich unsichtbar. An den Moment, als Ende Mai 2024 ChatGPT-4o kostenlos verfügbar wurde, kann sich Marius Meiners gut erinnern. Der CEO von Peec AI und seine Co-Founder Daniel Drabo (CRO) und Tobias Siwonia (CTO) erkannten sofort das wirtschaftliche Potenzial hinter dem technologischen Umbruch und gründeten im Dezember desselben Jahres Peec AI. Bereits im Januar 2025 gewann das Start-up seinen ersten Kunden, inzwischen sind es mehr als 700.

Kennengelernt hatten sich die Gründer bei Antler, einem international agierenden Pre-Seed Accelerator. „Unsere SaaS-Lösung stellt Kunden eine Datengrundlage zur Verfügung, mit der sie in der Lage sind, neue Möglichkeiten für mehr Sichtbarkeit ihrer Marke zu generieren“, sagt Meiners. Das Tool analysiert unter anderem Quellen, die von ChatGPT und anderen KI-gestützten Suchmaschinen bevorzugt genutzt werden. „Unser Angebot ist für alle Branchen interessant, die auf organischen Content angewiesen sind, zum Beispiel Travel, Insurance oder Pharma.“ Sind die bevorzugten Quellen identifiziert, übernehmen die Content-Marketing-Teams und erarbeiten Strategien, um genau dort Präsenz zu zeigen. Dabei kann es sich um Blogbeiträge handeln oder um Social-Media-Posts.

Die meisten Kunden von Peec AI seien Marketingagenturen, sagt der Gründer. Aus diesem Grund entwickelt das Unternehmen keine eigenen Inhalte oder Konzepte, sondern konzentriert sich auf die Bereitstellung von Daten. Die Höhe der Monetarisierung ergibt sich aus der Anzahl der Prompts, die auf Basis der Datenanalyse erfolgen. Neun Monate nach seiner Gründung arbeitet Peec AI international, 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Start-up mit Kunden aus den USA, auch Unternehmen aus Japan und Brasilien zählen zum Portfolio. Bis Ende 2025 streben CEO Meiners und seine Co-Founder 3000 Kunden an. „Wir wollen noch 2025 unser Series A Funding abschließen“, sagt Marius Meiners, „2026 ist ein Büro in New York geplant.“

Dass alle Branchen auf den KI-Zug aufspringen müssen, daran hat er keine Zweifel. Eher früher als später, Beispiel E-Commerce: „Das Segment befindet sich im Umbruch. Die Kundenreise erfolgt immer häufiger durch KI-Agenten. Die Sichtbarkeit der Anbieter in digitalen Medien wird in Kürze der wichtigste Faktor sein, um zu überleben.“

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