Portrait Benjamin Pochhammer, Gründer und CEO von FICUS Health

© Ficus Health 
CEO Benjamin Pochhammer hat FICUS Health gegründet, damit Ärzte und Therapeuten wieder mehr Zeit für ihre Patienten haben.

FICUS HEALTH − KI-Dokumentation für Reha-Einrichtungen

Ärzte und Therapeuten sollten für ihre Patienten da sein. Stattdessen verbringen sie viel Zeit mit Administration, etwa mit dem Schreiben von Arztbriefen. Drei bis vier Stunden werden dafür im Schnitt benötigt. FICUS hat eine Alternative: Auf Basis von Spracherkennung und künstlicher Intelligenz wird eine strukturierte Dokumentation erstellt – vom Sprechstundengespräch bis hin zum fertigen Entlassbericht. Sie muss am Ende nur noch vom verantwortlichen Arzt kontrolliert werden, der Prozess läuft ansonsten automatisiert ab – quasi in Echtzeit.

Wir sind spezialisiert auf ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen. Unser Produkt ist exakt auf die Abläufe dort angepasst, sodass wir den Dokumentationsaufwand um bis zu 70 Prozent reduzieren können“, sagt Benjamin Pochhammer, Gründer und CEO von FICUS Health. Der Seriengründer und Investor fokussiert sich seit Jahren auf Health Tech; er brachte das Unternehmen CASPAR Health mit an den Start, heute Marktführer für digitale Reha und Nachsorge. Im August 2024 gründete Pochhammer FICUS Health. „Die Nachfrage war sofort groß“, sagt der CEO, „nach vier Monaten arbeiten wir schon mit über 30 Kliniken zusammen.“

Die Ärzte haben wieder Zeit für ihre Patienten. Das ist hinsichtlich des verstärkten Ärztemangels ein wichtiges Argument.“ Auch bei den Themen Qualitätsstandard und Kostenstruktur – wunde Punkte vieler Kliniken – verweist Benjamin Pochhammer auf die Vorteile von FICUS. „FICUS erstellt die Entlassberichte DRV-konform, was für Kliniken im Rahmen eines Peer-Reviews extrem relevant für die Maximierung der Klinikerlöse ist.“

Die Anwendung selbst ist ganz einfach. Über ein Mikrofon werden Gespräche DSGVO-konform aufgezeichnet und in Text umgewandelt. Interne Algorithmen strukturieren diese Texte zu Arzt- und Entlassbriefen. „Wir können sogar Sprachakzente ‚neutralisieren‘. Und das ist wichtig: Mehr als 40 Prozent der Ärzte in Reha-Kliniken kommen aus dem Ausland.“ Die nächsten Schritte sieht der CEO in der Expansion und im Ausbau des Produkts zu einer größeren Plattform. „Wir planen, unsere Marktführerschaft in den nächsten 24 Monaten in Deutschland weiter auszubauen“, sagt Benjamin Pochhammer. FICUS solle zu einer umfassenden Plattform werden, die „die gesamte Patientenreise abbildet“. Das klingt nach einem guten Plan.

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